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Stadt Wolfsburg Baut ein Investor die neue Feuerwehr-Wache?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Baut ein Investor die neue Feuerwehr-Wache?
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00:21 24.03.2018
Entwurf: So könnte die neue Feuer- und Rettungswache aussehen – möglicherweise gebaut von einem Investor.
Wolfsburg

 Die Stadt Wolfsburg ist finanziell klamm, braucht dennoch dringend eine neue Feuerwehr-Wache für mindestens 70 Millionen Euro. Darum schwebt den Planern im Rathaus ein alternatives Finanzierungsmodell vor: Ein Investor errichtet den Neubau, der in einer Art Mietkauf-Verfahren nach 30 Jahren in den Besitz der Stadt übergeht – oder auch schon deutlich früher, sollte der städtische Haushalt das irgendwann hergeben.

„Ziel wäre ein Vertrag mit größtmöglicher Flexibilität“

Diese zweite Variante würde Oberbürgermeister Klaus Mohrs auf jeden Fall bevorzugen: „Ich würde ungern eine Dauerbelastung über 30 Jahre in den Haushalt schreiben. Mein Ziel wäre ein Vertrag mit größtmöglicher Flexibilität“ – sollten die nach dem Dieselskandal deutlich gesunkenen VW-Gewerbesteuereinnahmen wieder sprudeln wie vor wenigen Jahren, könnte die Stadt die Restsumme ablösen und die Feuerwache sofort übernehmen. Klar sei allerdings, dass eine eigene Finanzierung zurzeit nicht in Frage komme; auch das Modell mit dem über 30 Jahre währenden Mietkauf sei also nicht grundsätzlich ausgeschlossen.

Private Investoren können günstiger bauen

Ein Modell, das andernorts ohnehin eher die Regel als die Ausnahme ist; finanziell weniger gut aufgestellte Städte, als es Wolfsburg zuletzt war, bauen so ganz viel. Klar: Unterm Strich ist das Mietkaufmodell nach 30 Jahren erheblich teurer, als es ein von Anfang an selbst finanzierter Neubau gewesen wäre. Experten aber halten das Modell trotzdem für gut, aus einer Reihe von Gründen: Private Investoren können häufig günstiger bauen als die öffentliche Hand; wird das Projekt teurer als kalkuliert, ist es das Problem des Investors und nicht der Stadt; und: notwendige Instandhaltungen, Erneuerungen und Bauunterhaltung (Wände, Dächer, Heizungen) muss während der gesamten Laufzeit der Investor tragen. Nach 30 Jahren hat die Stadt ein technisch komplett funktionsfähiges Gebäude erworben.

Solange die WAS nicht umzieht, passiert gar nichts

Ob nun Mietkauf oder vorzeitige Ablösung – ein bisschen Zeit hat das Rathaus bei der Entscheidungsfindung noch. Eigentlich sollte der Neubau für die Berufsfeuerwehr in der Dieselstraße 2019 auf dem bisherigen Gelände der WAS beginnen, sobald diese ihren Neubau im Gewerbegebiet Vogelsang bezogen hat. Doch der Zeitplan für den WAS-Umzug wackelt nach Informationen der WAZ ganz bedenklich. Und so lange kann auch der Feuerwehr-Neubau nicht in Angriff genommen werden.

Von Ulrich Franke

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