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Stadt Wolfsburg Kriminalität am Nordkopf: Das sagen Anlieger und Geschäftsleute
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kriminalität am Nordkopf: Das sagen Anlieger und Geschäftsleute
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01:49 25.08.2018
Blick auf den Nordkopf der Fußgängerzone: Gibt es hier ein Kriminalitätsproblem? Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Geschäftsleute und Politiker wünschen sich mehr Polizeipräsenz und eine Stärkung des Ordnungsdienstes. Neben dem Kriminalitätsproblem wird auch städtebaulicher Verbesserungsbedarf gesehen.

Ändert ein Großprojekt der Volksbank die Situation?

„Eine Zeit lang wurde hier im Parkhaus im Nordkopf-Center gedealt, bis der Eigentümer einen Wachschutz beauftragt hat“, sagt Michael Borchert, Leiter des Schuhgeschäfts Reno. Ein größeres Probleme aus seiner Sicht seien Diebstahldelikte. Aus seinem Laden seien erst kürzlich Markenschuhe im Wert von mehreren Hundert Euro entwendet. Er hofft, dass die Situation am Nordkopf durch das geplante Großprojekt der Volksbank – die BraWo City – wieder besser wird.

Abends wird es am Nordkopf "gruselig"

Sven Hebekerl vom Optiker Ehme de Riese sieht tagsüber kaum Kriminalitätsprobleme. Als Mann könne man sich sicher fühlen. „Früher war es hier schlimmer. Ich denke, dass die Videoüberwachung am Nordkopf schon etwas bringt.“ Kollegin Heike Beskid ergänzt: „Ich finde schon, dass hier abends manchmal gruselige Gestalten herumlaufen, gerade im Bereich der Wettbuden.“

Mehr Streetworker und Polizei?

„Wenn ich kleine Kinder hätte, würde ich sie hier nicht alleine herumlaufen lassen, obwohl es tagsüber normalerweise ruhig ist“, sagt Franziska Metzig, die direkt am Nordkopf arbeitet. Alkohol und Drogen spielten eine Rolle, deshalb würde sie mehr Streetworker und Polizei begrüßen.

"Alle Menschen sollten toleranter werden"

Geschäftsfrau Karin Schnobel sagt, es gebe kein Grund zur Panik. Natürlich mache sich die Bahnhofsnähe bemerkbar, doch unsicher müsse man sich nicht fühlen. „Ich finde alle Menschen sollten toleranter werden.“ Ihre Tochter Bettina Schnobel, die in Wolfsburg aufgewachsen ist, fand es früher allerdings ruhiger.

Politiker beschreibt Nordkopf als Brennpunkt

Auch im politischen Lager gibt es unterschiedliche Einschätzungen zur Situation. Jens Tonskötter (PUG) vom Ortsrat Stadtmitte sieht klar einen Brennpunkt am Nordkopf, daher gebe es ja auch Videoüberwachung. Tonskötter appelliert an das Land, benötigte Stellen bei der Polizei zu schaffen. Auch der Ordnungsdienst der Stadt könne ausgebaut werden.

CDU fordert Ausbau des Ordnungsdienstes

Das sieht Jens Thurow (CDU) ähnlich. Seine Fraktion habe die Forderung nach dem Ausbau des Ordnungsdienstes bereits gestellt. Als bedrohlich sieht er die Situation zwar nicht, räumt jedoch ein, dass in der Vergangenheit Fehler gemacht wurden und städtebauliche Verbesserungen dringend notwendig sind.

SPD glaubt: Jugendtreff kann Teil der Probleme abfedern

Auch Detlef Conradt (SPD), Ortsbürgermeister Stadtmitte, kennt die Probleme und glaubt, dass zumindest ein Teil mit dem Jugendtreff in der Markthalle abgefedert wird. Er beklagt, dass es generell zu wenig Orte für junge Leute gibt, an denen man sich unter freiem Himmel treffen kann. Die SPD will das Thema „Nordkopf“ auch in der Ortsratssitzung am Dienstag (18.30 Uhr, Rathaus) ansprechen. Dabei sei auch der Leiter des Ordnungsamtes Andreas Bauer.

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