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Wohnen für Hilfe: Studenten gehen Vermietern zur Hand

Wolfsburg Wohnen für Hilfe: Studenten gehen Vermietern zur Hand

Studenten haben es meist nicht leicht, eine Wohnung zu finden, die noch dazu bezahlbar ist. Das neue Projekt „Wohnen für Hilfe“ von Stadt, Studentenwerk und Eigentümerverein „Haus & Grund“ soll in Wolfsburg Abhilfe schaffen.

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Wohnen für Hilfe: Uwe Peplow, Kurt Karlisch, Karen Dohle, Iris Bothe und Ellen Schwitzer (von links) hoben dieses ungewöhnliche Projekt aus der Taufe.

Quelle: Manfred Hensel

Ganz vereinfacht ausgedrückt handelt es sich um eine Wohnpartnerschaft: Studierende wohnen bei Senioren oder Familien und helfen ihnen in alltäglichen Situationen. So können die Studenten beispielsweise den Rasen mähen, im Haushalt anpacken, Unterstützung bei Behördengängen leisten oder einkaufen gehen - dafür erhalten sie vom Vermieter einen Mietnachlass. „Oftmals entsteht durch so etwas ja sogar eine Freundschaft“, sagte Stadträtin Iris Bothe.

In 25 deutschen Städten läuft das Projekt „Wohnen für Hilfe“ bereits seit einiger Zeit erfolgreich, unter anderem in Göttingen und Hannover. Auch für die Wolfsburger Studenten könnte es durch das Projekt etwas leichten werden, eine passende Unterkunft zu finden, wie Kurt Karlisch, Vorsitzender des Eigentümervereins Haus und Grund, erklärte: „Ich habe mich bei vielen unserer älteren Mieter umgehört. Dabei habe ich festgestellt, dass etliche Einliegerwohnungen noch frei sind.“

„Wohnen mit Hilfe“ startet in Wolfsburg in den kommenden Tagen. Die Bewerbungsbögen und nähere Informationen können interessierte Studenten auf der Homepage des Studentenwerks Ost-Niedersachsen ( www.stw-on.de) abrufen. Interessierte Vermieter wenden sich an Kurt Karlisch unter Tel. 05361/ 12946 oder per E-Mail an www.dr_hug@live.de.

dn

Es fehlen Unterkünfte: Pendeln als Notlösung

Die Wohnungssituation für Studenten in Wolfsburg ist nicht leicht: Im neuen Semester haben rund 800 junge Leute das Studium an der Ostfalia-Fachhochschule aufgenommen. Die 155 Plätze im Wohnheim an der Heßlinger Straße waren im Nu belegt, im nächsten Jahr sollen mit dem neuen Wohnheim an der Seilerstraße 100 weitere Unterkünfte für Studenten hinzukommen.

Viele Studenten leben in WGs, zur Untermiete oder sie pendeln. „Zum Semesterbeginn waren diesmal noch 15 wohnungssuchende Studenten in Wolfsburg gemeldet. Da sind aber diejenigen, die als Notlösung pendeln, nicht mitgezählt“, so Ellen Schwitzer, Abteilungsleiterin Wohnen beim Studentenwerk Ost-Niedersachsen.

Diese Situation sei nicht nur in Wolfsburg, sondern in ganz Deutschland ein Problem. „Ausländische Studenten haben es bei der Wohnungssuche noch schwerer“, sagte Ellen Schwitzer.

Die Bereitschaft, in die umliegenden Dörfer zu ziehen, sei bei den Studenten eher wenig vorhanden: Sie wollen lieber möglichst nah an der Hochschule wohnen.

dn

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