Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Wohnen, Arztpraxen, Handel:  Ein Konzept für die Zukunft

Schlesierweg Wohnen, Arztpraxen, Handel:  Ein Konzept für die Zukunft

Das Konzept ist womöglich zukunftsweisend: Am Schlesierweg werden Wohnungen, Arztpraxen und Geschäfte gleichzeitig gebaut. Die Neuland lud jetzt zum ersten Spatenstich ein.

Voriger Artikel
Studenten informieren sich bei Karrieremesse
Nächster Artikel
Ortsrat unterstützt Jugendhaus mit 2500 Euro

Symbolischer Spatenstich: Am Schlesierweg entstehen Wohnungen, Nahversorgung und Arztpraxen.

Quelle: Roland Hermstein

Laagberg. Schwungvoll griffen die Teilnehmer zur Schaufel, man hat ja Übung. „Schon unser vierter Spatenstich in diesem Jahr“, resümierte Neuland-Geschäftsführer Hans-Dieter Brand bei der Veranstaltung am Schlesierweg. Für 30 Millionen Euro entstehen hier Wohnungen, Nahversorgung und Praxen.

Es sei ein sehr komplexes Projekt, so der Neuland-Chef. Auf 12.000 Quadratmeter Grundstück zwischen Schlesierweg und Grauhorststraße entstehen 65 Wohnungen zwischen 65 und 130 Quadratmetern, vier Arztpraxen und Gewerbeflächen für Rewe und DM. Außergewöhnlich: Statt Protesten aus der Nachbarschaft, sonst vielerorts üblich, gab’s eine Unterschriftensammlung für einen baldigen Baubeginn.

„Ein ganz neues Gefühl“, freute sich Oberbürgermeister Klaus Mohrs über die breite Zustimmung für die Lücken-Bebauung. Lob zollte er der Neuland, die bei der Wohnbauoffensive 2020 „mit Hochdruck vorneweg marschiert“. Aber das sei irgendwie ja auch normal, brachte Aufsichtsratsvorsitzende Immacolata Glosemeyer zum Ausdruck: „Bauen ist schließlich unsere Kern-Kompetenz.“ Dass dem vierten Spatenstich innerhalb weniger Monate zumindest 2017 kein weiterer folge, sei fast ein bisschen schade: „Wir sind gerade so gut im Drive.“

Um die Bebauung der Fläche hatte es intensive Diskussionen gegeben, nachdem dort Mauerreste einer ehemaligen Außenstelle des KZ Neuengamme gefunden worden waren; in den Baracken waren Zwangsarbeiter eingepfercht. Die Stadt geht offensiv mit dem Thema um, Mohrs: „Ja, man darf hier bauen – und muss gleichzeitig die historische Erinnerung noch präsenter machen, als sie es zuvor war.“ Eine dauerhafte Erinnerungsstätte an die „schreckliche Vergangenheit“ müsse das Ziel sein. Die Mauerreste waren fachgerecht ausgegraben worden und sollen, vermutlich in der Nähe, neu auf- und ausgestellt werden.

Von Ulrich Franke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt Wolfsburg für Sie zusammengefasst. mehr