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Stadt Wolfsburg Wirre Terror-Drohung gegen acht Schulen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wirre Terror-Drohung gegen acht Schulen
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00:01 27.01.2017
Pause auf dem Schulhof: Nach den Droh-Mails reagierten Polizei und Schulleitungen gestern besonnen. Quelle: Archiv
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Wolfsburg

Vermutlich handelt es sich um den gleichen Täter, der seit Monaten überall in der Republik mit ähnlichen Mails Panik zu schüren versucht (siehe Text rechts). Der konkret benannte Anschlagszeitpunkt verstrich, ohne dass etwas passierte.

„Die genannte Frist ist inzwischen längst abgelaufen, daher kann umfassend Entwarnung gegeben werden“ - mit dieser Formulierung informierte Polizeisprecher Sven-Marco Claus um 11.35 Uhr die Medien. Gedroht worden sei mit „Gewalttaten“, die die Polizei nicht näher beschreiben wollte. Nach WAZ-Informationen war in den gleichlautenden Mails die Rede von Angriffen mit dem Sturmgewehr AK 47 (Kalaschnikow), anschließend von „Schwefelwasser und Salzsäure“, final werde „das Gebäude detonieren.“

Die Polizei kam schnell zum Schluss, dass die Drohung an acht großen Wolfsburger Schulen (Gymnasien, Gesamtschulen) nicht ernst zu nehmen sei. In enger Absprache mit den Schulleitungen wurde empfohlen, nicht zu evakuieren und die Information auch intern nicht an die große Glocke zu hängen. Alle hielten sich offenbar daran. Auch die Polizei selbst trat überaus diskret auf - zum genannten Anschlagszeitpunkt um 10 Uhr hielten sich Beamte in zivil vor Ort auf. Oberbürgermeister Klaus Mohrs dankte der Polizei für ihre „hervorragende Arbeit“.

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Die Mails kommen via Texas

Die gestrigen Droh-Mails gegen acht Wolfsburger Schulen sind kein Einzelfall. Zeitgleich erhielten auch Schulen in Hannover und Nienburg ähnliche Mails. Der vermutlich immer gleiche Täter reitet seit Monaten auf der Masche.

Auch in Gymnasien in Hannover und Nienburg – dort wurden zwei Schulen geräumt – gingen die Mails gestern ein. Die Polizei kennt es zur Genüge: Dutzende, vielleicht schon hunderte Lehranstalten wurden auf die gleiche Art und Weise bedroht.

Großen Wirbel verursachte der Täter Anfang September in Braunschweig. Zehn Schulen wurden aufgrund der anonymen Bedrohung evakuiert, das Schreiben ging in ähnlicher Form an weitere Schulen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hessen. Die Polizei fand heraus, dass der Server, von dem die Mails verschickt werden, in Texas steht. Allerdings handle es sich um einen so genannten Fake-Account – die Chancen, der Urheber zu ermitteln, stehen offenbar schlecht.

Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) zeigte sich von der Nachricht über die Drohungen verständlicherweise „geschockt“ und zugleich erleichtert, dass schnell Entwarnung gegeben werden konnte. Grundsätzlich sorgten solche Vorfälle für Unruhe, was nachvollziehbar sei. Dennoch rief er zur Besonnenheit auf: Die Sicherheitsgremien leisteten „hervorragende Arbeit, weshalb mein ausdrücklicher Dank der Polizei gilt“.

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