Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Wildes Wolfsburg: Dachs ist scheu, aber wehrhaft

Wolfsburg Wildes Wolfsburg: Dachs ist scheu, aber wehrhaft

Wolfsburg. Wolfsburg ist die grünste Stadt Niedersachsens, in den Wäldern und Feldern des Stadtgebiets leben unzählige Tiere. Aber viele sind so scheu, dass sie ein Großteil der Bürger wahrscheinlich noch nie in Natura gesehen hat. Die WAZ stellt einige dieser Tiere vor: Heute ist es der Dachs.

Voriger Artikel
Musizieren mit Flüchtlingen: Stiftung spendet zehn Gitarren
Nächster Artikel
Hingucker: Kirche saniert Glockenturm

Grimbart auf der Spur: Die Jäger Horst Hüller (l.) und Ralph Schräder wissen, wo sich der Dachs versteckt.

Quelle: Manfred Hensel

Der Dachs wird in alten Fabeln auch Grimbart genannt. Die Wolfsburger Jäger wissen genau, warum. „Diese Tiere sind unglaublich wehrhaft“, sagt Vorsitzender Ralph Schräder. Ihre Stärke zeigen sie aber nur, wenn sie angegriffen werden.

Manche Dachsbauten werden schon seit Jahrhunderten benutzt. Die Familien der Dachse im Stadtwald - vier Baue sind Schräder hier bekannt - könnten schon wesentlich länger hier leben, als die meisten ihrer menschlichen Nachbarn. Doch die Wolfsburger müssen keine Angst haben: Dachse wagen sich erst im Dunkeln aus der Deckung und scheuen menschliche Siedlungen. Wer dem Dachs nahe des Waldrands - zum Beispiel auf dem Wohltberg, dem Rabenberg oder am Theater - über den Weg läuft, muss deshalb schon großes Glück haben. Grundsätzlich gilt: Lässt man Grimbart in Ruhe, tut er nichts.

Horst Hüller, Betreuer des Info-Mobils der Jägerschaft, weiß: „Die Dachse können nicht nur kräftig zubeißen, sie sind auch so schlau, dass sie Hunde unter der Erde eingraben, indem sie den Gang zuschieben.“ Noch ein Grund, seinen Vierbeiner im Wald wie vorgeschrieben an der Leine zu lassen. Aber: seinen Bau, der einen Durchmesser von 30 Metern haben kann, teilt ein Dachs kameradschaftlich mit Füchsen, Kaninchen oder Brandenten, die in Höhlen brüten. „Unter der Erde herrscht Burgfrieden“, sagt Schräder.

Den Wohnkessel polstert der Dachs mit Laub, Moos oder Farn aus; mehrere Gänge führen an die Oberfläche und sorgen für Sauerstoff. Zweibeinern gehen die nachtaktiven Tiere aus dem Weg. Dafür gibt es untereinander regen Austausch: Dachsweibchen paaren sich gewöhnlich mit mehreren Männchen.

amü

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg

Hier lesen Sie die Sonderveröffentlichungen von AZ und WAZ zu vielen interessanten Themen. mehr

Borth im Radio - der wöchentliche Talk mit WAZ-Chefredakteur Dirk Borth auf radio21

Dirk Borth, der Chefredakteur der Wolfsburger Allgemeinen ist jetzt jeden Freitag um 16.30 Uhr bei Radio21 zu hören. "Borth im Radio" - aktuelle Kommentare aus der Region. mehr

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr

Fallersleben: Feuerteufel legt acht Brände