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Stadt Wolfsburg Wie geht’s weiter auf dem Laagberg?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wie geht’s weiter auf dem Laagberg?
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00:17 27.08.2017
Fundament-Reste: Die Mauerteile sollen zeitnah geborgen werden, nähere Auskünfte gibt es noch nicht. Quelle: Roland Hermstein
Laagberg

Am Montag fiel der Ratsbeschluss zur Bergung der KZ-Mauerreste auf dem Laagberg, ein Zeitplan steht noch nicht. „Zeitnah“ lautet die Antwort der Verwaltung auf die Frage, wann es weitergeht.

Auch wie es genau weitergeht, wird noch abgestimmt. „Die Bergung der Fundamente muss fachgerecht von einer archäologischen Grabungsfirma ausgeführt werden“, erläutert Stadtsprecherin Elke Wichmann. Die Mauerreste, die wegen des geringen Zement-Anteils leicht bröckeln, sollen größtenteils zwischengelagert werden, bis feststeht, wie der Gedenkort an der Nordspitze des ehemaligen Lager-Areals aussehen soll. Die Baracken bildeten eine Außenstelle des KZ Neuengamme in der früheren „Stadt des KdF-Wagens“, die rund um das Volkswagenwerk entstand. Im Krieg lebten hier Zwangsarbeiter, in den 50er-Jahren in Wolfsburg Flüchtlingsfamilien, eine Baracke wurde als Kindergarten genutzt. Dann wuchsen Reihen- und Hochhäuser.

Ein Teil der Steine soll als Denkmal im Boden bleiben und innerhalb der neuen Bebauung sichtbar gemacht werden. „Wichtig ist, dass die Fundamente weder davor noch im Zuge der Bauarbeiten Schaden nehmen können“, so Wichmann. Eng spreche sich die Stadtverwaltung mit der Neuland ab. Die Neuland plant ein Einkaufszentrum und seniorengerechte Wohnungen. Die Vorbereitungen in Form von Ausschreibungen liefen weiter. „Da wir jetzt nicht umplanen müssen, bewegen wir uns in unserem ganz normalen Zeitplan. Wir können starten, sobald die Baugenehmigung vorliegt“, sagt Neuland-Sprecherin Janina Thom.

Wie lange es dauert, bis sich alle Beteiligten über Art und Aussehen des zu planenden Gedenkortes geeinigt haben, dazu gibt es keine Prognose. „Es wird zunächst einmal darum gehen, einen Zeitplan mit Meilensteilen aufzustellen und Ziele abzustecken. Natürlich bleibt das Thema prioritär“, sagt Stefan Krieger, Geschäftsbereichsleiter Kultur.

Von Andrea Müller-Kudelka

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