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Westhagen-Prozess: Schläger müssen nicht ins Gefängnis

Gericht Westhagen-Prozess: Schläger müssen nicht ins Gefängnis

Im Westhagen-Prozess ist gestern vor dem Landgericht das Urteil verkündet worden: Die Angeklagten (31/35) wurden wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung zu Bewährungsstrafen verurteilt.

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Jenaer Straße: Hier misshandelten die Schläger das Opfer.

Sie hatten einen Familienvater (29) letzten Sommer auf dem Markplatz an der Jenaer Straße schwer misshandelt. Die Anklage lautete ursprünglich auf versuchten Totschlag.
Am Abend des 20. August 2009 war es zu einem heftigen Streit zwischen den Spätaussiedlern und dem Familienvater gekommen, in dessen Verlauf der 29-Jährige die Angeklagten mit einem Messer angriff. Das Duo schlug und trat zurück – auch noch, als der Mann am Boden lag. Sie fügten ihm schwerste Verletzungen zu.
Die Schwurgerichtskammer sah darin eine gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung im minderschweren Fall. Die Begründung: Vor dem Gewalt-Exzess war die Provokation vom Opfer ausgegangen. Bei dem 29-Jährigen handelt es sich ebenfalls um einem Spätaussiedler, der inzwischen in Russland abgetaucht ist (WAZ berichtete).
Das Gericht verhängte gegen den 31-jährigen Angeklagten 15 Monate Gefängnis mit Bewährung – er hatte ein Geständnis abgelegt und keine Vorstrafen. Eineinhalb Jahre mit Bewährung gab es für den 35-Jährigen. Der vorbestrafte Spätaussiedler hatte bis zuletzt behauptet, lediglich in Notwehr gehandelt zu haben. Weil auch er Bewährung bekam, wurde gestern der Haftbefehl gegen ihn aufgehoben.

bm

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