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Stadt Wolfsburg Wer wird wo bestattet? Westhagener stellen sich gegen Pläne der Stadt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wer wird wo bestattet? Westhagener stellen sich gegen Pläne der Stadt
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23:43 17.08.2017
Nordfriedhof: Nach dem Willen der Stadt sollen Westhagener Bürger künftig nur noch hier und auf dem Waldfriedhof bestattet werden. Quelle: Sebastian Bisch
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Westhagen

Zweiter Anlauf, selbes Ergebnis. Mittwochabend hatte der städtische Geschäftsbereich Grün auf den Ortsrat Westhagen einwirken wollen, um dessen Zustimmung zu einer wichtigen Änderung der Friedhofssatzung zu bekommen – ohne Erfolg. Die Westhagener wollen weiterhin nicht auf die Möglichkeit der Bestattung in Fallersleben verzichten.

Einstimmig hatten die Politiker den Plänen schon im Juni eine Absage erteilt. Diese sehen vor, dass Westhagener Bürger künftig nur noch auf Wald- und Nordfriedhof bestattet werden dürfen, weil die Fallersleber Flächen den dortigen Bewohnern zur Verfügung stehen sollen. Unter anderem Thomas Huhnholz (PUG) wies erneut darauf hin: „Die Busanbindung aus Westhagen in die Nordstadt ist eine Katastrophe.“

Helmut Prinke vom Geschäftsbereich Grün warb trotzdem um Zustimmung. Auch, weil von durchschnittlich 65 Westhagener Bestattungen im Jahr ohnehin schon fast zwei Drittel auf Wald- oder Nordfriedhof stattfänden. Für Ivana Moreschi (CDU) erst recht ein Grund, nichts zu ändern. Marianne Spannuth (CDU) bekräftigte: „Gerade in der Trauer ist es ganz wichtig, wo jemand liegt.“ Christa Westphal-Schmidt (SPD) fragte nach Ausnahmen, so dass zum Beispiel Angehörige mit Gehbehinderung ihre Verstorbenen in Fallersleben bestatten lassen könnten. In seltenen Fällen sei dies möglich, gestand Prinke ein.

Trotzdem: Der Ortsrat um Ortsbürgermeisterin Ludmilla Neuwirth (CDU) lehnte eine neuerliche Abstimmung über die bereits abgelehnte Vorlage ab. Nun muss der Rat der Stadt darüber entscheiden.

Zweites Thema: In den Gärten der Nationen hat der Geschäftsbereich Grün immer viel aufzuräumen, gerade nach privaten Grillveranstaltungen. Der Ortsrat gab grünes Licht, dass die Stadt in einem Bereich einen öffentlichen Grillplatz herrichtet, wie er sich auch schon am VW-Bad bewährt habe. Nach einer Testphase solle entschieden werden, ob die Anlage bleibt oder wieder verschwindet.

Von Kevin Nobs

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