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Wenig Fisch, wenig Fleisch: Grüne im Niemandsland

Axel Bosse bleibt realistisch Wenig Fisch, wenig Fleisch: Grüne im Niemandsland

5,8 Prozent in Wolfsburg, im Land drittstärkste Kraft, aber mit deutlichen Verlusten – die Grünen finden sich nach der Landtagswahl im Niemandsland wieder.

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Realistische Einschätzung: Die Grünen finden sich nach der Landtagswahl im Niemandsland wieder. Das Ergebnis gibt laut Direktkandidat Axel Bosse (M.) „die aktuelle Stimmung wieder“.

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg. Axel Bosse blieb das, was er schon immer ist: Realist. „Das Wahlergebnis gibt die aktuelle Stimmung wieder“, analysierte der Direktkandidat der Wolfsburger Grünen das Ergebnis seiner Partei. Vor fünf Jahren hatten die Grünen ein schier unglaubliches Ergebnis geholt, das aber war nach der Reaktor-Katastrophe von Fukushima: „Da haben wir im Land an den 20 Prozent und in Wolfsburg an zehn Prozent gekratzt – das war schon irrsinnig.“

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Wolfsburg hat gewählt. Die SPD ist der klare Gewinner der Landtagswahl, triumphierte mit 43,0 Prozent der Stimmen über die CDU, die nur auf 29,8 Prozent der Stimmen kam. Hier die Eindrücke nach der Veröffentlichung der Ergebnisse.

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Heute steht die Partei wieder auf dem Boden der Tatsachen. In Wolfsburg holten die Grünen 5,8 Prozent. Im Land ist die Partei drittstärkste Kraft, hat trotzdem tüchtig verloren – wenig Fisch, wenig Fleisch. Eine Handvoll Parteifreunde und Sympathisanten verfolgte gestern im Rathaus die Präsentation der Ergebnisse. Eine Frage, die alle beschäftigte: Wie wird die neue Regierung in Hannover aussehen, falls es für Rot-Grün nicht erneut reicht? Ex-Ratsfrau Elke Braun hatte sofort eine bange Frage, nachdem sie von ihrem Job als Wahlhelferin in die Bürgerhalle geeilt war und die ersten Trends sah: „Oh, oh, was gibt das für eine Regierung?“ Denkbar wäre ja einiges, für sie aber offensichtlich nur theoretisch. Ampel – „Nein“. Jamaika – „Geht gar nicht“. Große Koalition – „Geht erst recht nicht.“ Vorstandsmitglied Uwe Conradt musste Schmunzeln: „Dann können wir ja von vorne beginnen mit dem Würfeln.“

Aber auch bei diesem Punkt bliebt Bosse Realist wie immer: „Natürlich können wir nicht so lange wählen, bis das Ergebnis irgendwann passt. Das Land braucht eine stabile Regierung – und da müssen sich die Parteien in Hannover ganz zusammenraufen.“

Von Ulrich Franke

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