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Weltpremiere in Wolfsburg: Wasserstoffzug rollt auf Gleis 3 ein

Verkehr Weltpremiere in Wolfsburg: Wasserstoffzug rollt auf Gleis 3 ein

Wasserstoff ist die Energie der Zukunft, zumindest eine – darin herrschte Einigkeit am Donnerstag auf dem Wolfsburger Bahnhof, wo der erste Wasserstoff-betriebene Zug auf Gleis 3 einfuhr. Das Land fördert das Projekt mit über 81 Millionen Euro, der Vertrag wurde auf dem Bahnhof besiegelt.

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Großer Bahnhof in Wolfsburg: Hier fuhr mit großer Medienbegleitung der weltweit erste Brennstoffzellen-Zug ein.

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg. Es war eine Weltpremiere, entsprechend herrschte sprichwörtlich großer Bahnhof auf dem Wolfsburger Bahnhof. Um 10.02 Uhr fuhr am Donnerstag auf Gleis 3 der weltweit erste Brennstoffzellen-Zug ein, betrieben mit Wasserstoff. Anschließend wurde der Vertrag über den Kauf der ersten 14 Züge für die niedersächsische Landesnahverkehrsgesellschaft unterzeichnet, unter anderem von Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) – das Land unterstützt die Anschaffung mit 81,3 Millionen Euro.

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Wasserstoff ist die Energie der Zukunft, zumindest eine – darin herrschte Einigkeit am Donnerstag auf dem Wolfsburger Bahnhof, wo der erste Wasserstoff-betriebene Zug auf Gleis 3 einfuhr. Das Land fördert das Projekt mit über 81 Millionen Euro, der Vertrag wurde auf dem Bahnhof besiegelt.

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Riesenerfolg, Meilenstein in der Energiewende, Schritt in die Technologie und Mobilität der Zukunft – mit Superlativen sparten Vertreter von Land und Bund, von Nahverkehrsgesellschaft und den Partnern aus der Wirtschaft Alstom (baut die Züge in Salzgitter) und Linde (Wasserstoffversorgung) bei der medienwirksamen Vertragsunterzeichnung nicht. Überregionale Fernseh– und Radiosender sowie Journalisten von Print- und Digitalmedien sorgten für seltenen Auftrieb am Wolfsburger Hauptbahnhof.

Worum geht’s? Die ersten 14 Brennstoffzellen-Züge „Cordia iLint“ sollen ab 2021 zwischen Cuxhaven und Buxtehude herkömmliche Dieseltriebwagen im Linienverkehr auf der Schiene ersetzen. Bis sie womöglich in unserer Region verkehren, werden vermutlich noch Jahrzehnte vergehen. „Zunächst sollen sie auf weiteren Strecken zum Einsatz kommen, die nicht elektrifiziert sind,“ sagte Lies der WAZ. In unserer Region gibt’s die Oberleitungen; die Züge mit Lebenserwartungen von 25 Jahren werden erst nach und nach ersetzt, wenn sie ausrangiert werden.

Doch in Sachen Umwelt- und Klimaschutz denken die Partner langfristig. Das emissionsfreie Bahnfahren sei „die ideale Kombination für Klimaschutz, Energie- und Verkehrswende“, sagte Lies. Von den Autoherstellern wünsche er sich, dass sie diesen Ball aufnehmen und die Technik für die Straße weiter entwickeln. Der „Cordia iLint“ wird mit gasförmigem Wasserstoff statt mit Diesel betankt, eine Brennstoffzelle wandelt den Wasserstoff in Strom um, der den Zug antreibt. Übrig bleiben Wasser und Sauerstoff – es gibt Schlimmeres.

Von Ulrich Franke

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