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Welt-Aids-Tag: Aufruf zu Solidarität mit Erkrankten

Wolfsburg Welt-Aids-Tag: Aufruf zu Solidarität mit Erkrankten

85.000 Menschen in Deutschland sind HIV-positiv und müssen gesellschaftliche Ausgrenzung befürchten. Die Aids-Hilfe Wolfsburg ruft zu Solidarität auf.

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Plüschig: Gegen eine Spende konnten im Rahmen des Welt-Aids-Tags kleine Teddys erworben werden.
 

Quelle: Boris Baschin

Stadtmitte.  Der 30. Welt-Aids-Tag wurde am Freitag auch im Wolfsburger Rathaus begangen. Den internationalen Tag gibt es seit 1988, als ihn die Vereinten Nationen ins Leben riefen. So erinnert er dieses Jahr zum 30. Mal die Öffentlichkeit an eine Krankheit, die mittlerweile therapier-, aber noch immer nicht heilbar ist. In Deutschland leben etwa 85.000 Menschen mit dem HI-Virus. Erschreckend: Jeder sechste Infizierte weiß nichts von seiner Erkrankung, die Zahl der unwissend Infizierten steigt auch hierzulande.

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt des internationalen Aids-Tags auf dem Umfeld der Erkrankten, die Kampagne heißt „Wir können positiv zusammen leben. Weitersagen!“ Alfred Lux, Vorsitzender der Aids-Hilfe, sagte: „Zurückweisung, Ausgrenzung und die Angst davor wiegen für viele HIV-Positive schwerer als die gesundheitlichen Folgen der Infektion selbst.“

Nach einem musikalischen Willkommen durch Schüler des Gymnasiums Fallersleben und Grußworten von Bürgermeister Ingolf Viereck sprach sich auch Schirmherr Thomas Zahn, Leiter von Vertrieb und Marketing bei VW, für eine Sensibilisierung der Gesellschaft aus. Weil die Krankheit nicht mehr zwangsläufig tödlich verlaufen muss, berichteten die Medien weniger darüber und die Gefahr werde verharmlost – dabei gebe es nach wie vor Neuinfektionen.

Dass es inzwischen Therapiemöglichkeiten gibt, helfe noch nicht jedem: „Eine Zahl, die mich persönlich besonders schmerzt: Fast 20 Millionen Erkrankte haben keinen Zugang zu Medikamenten“, so Zahn. „Solidarität und Menschlichkeit sind eine Aufgabe für uns alle – weitersagen!“

Gegen Spenden bekam man einen kleinen Teddy – am Samstag, 9. Dezember, geht die Aktion in der City-Galerie weiter. Die Vereinten Nationen haben derweil das Ziel, dass ab 2020 niemand in Deutschland mehr an Aids erkranken muss.

Von Frederike Müller

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