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Weitere Anklage gegen Wolfsburger Arzt

Wolfsburger Weitere Anklage gegen Wolfsburger Arzt

Gegen einen bereits schwer belasteten Urologen aus Wolfsburg hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig eine weitere Anklage erhoben. Die Ermittler werfen dem Mediziner und einem mitangeklagten Anästhesisten Körperverletzung mit Todesfolge vor.

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Körperverletzung mit Todesfolge: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig erhebt schwere Vorwürfe gegen einen Wolfsburger Urologen und einen Anästhesisten.

Quelle: Archiv

Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, soll der Urologe im Jahr 2008 einen Patienten mit einer falschen Diagnose zum Abschluss teurer Behandlungsverträge zum Zertrümmern nicht vorhandener Nierensteine bewegt haben. Als Folge der Operation, an der auch der 53-jährige Narkosearzt beteiligt gewesen sein soll, war der Patient gestorben. 

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Staatsanwaltschaft dem damals 61-jährigen Urologen in der ersten Anklage vorgeworfen, im großen Stil Menschen unnötig behandelt und dabei den Tod eines Patienten verschuldet zu haben. Er soll zwischen 2005 und 2011 in mehr als 300 Fällen absichtlich falsche Diagnosen gestellt und anschließend für unnötige Eingriffe abkassiert haben. So habe er unter anderem nicht vorhandene Nierensteine behandelt und unnötige Blasenspiegelungen vorgenommen. Bei einer solchen Spiegelung habe es für einen Patienten tödliche Komplikationen gegeben. 

Der Urologe war aufgefallen, weil er deutlich häufiger Nieren- und Gallensteine bei seinen Patienten feststellte als Fachkollegen. Der Schaden für die Krankenkassen soll im sechsstelligen Euro-Bereich liegen.

dpa

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