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Weite Teile Wolfsburgs über zwei Stunden ohne Strom

Wolfsburg Weite Teile Wolfsburgs über zwei Stunden ohne Strom

Der größte Stromausfall in der Geschichte Wolfsburgs hat am Samstagvormittag weite Teile der Stadt lahmgelegt. Betroffen war die komplette Kernstadt, von Kreuzheide bis Westhagen, insgesamt über 30.000 Haushalte. Ursache war ein technischer Defekt im VW-Kraftwerk, auch in der Golf-Produktion im Volkswagenwerk standen die Bänder still. Zwischenzeitlich drohte sogar die Absage des VfL-Spiels gegen die Bayern.

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Wolfsburg war zwei Stunden ohne Strom: Über 30.000 Haushalte waren betroffen.

Um Punkt 8.59 Uhr gingen in Wolfsburg Lichter, Radios, Fernseher und Telefone aus. Ampeln funktionierten nicht mehr, Geschäfte mussten wieder schließen oder öffneten erst gar nicht, Fahrstühle blieben stecken, in weiten Teilen der Stadt hatte niemand mehr Strom. Betroffen war die gesamte Kernstadt - Stadtmitte, Hageberg, Westhagen, Detmerode, Eichelkamp, Klieversberg, Rabenberg, Köhlerberg, Steimker Berg, Hellwinkel, Reislingen West und Südwest, Teichbreite, Tiergartenbreite, Kreizheide und Alt-Wolfsburg. „Einen Stromausfall dieser Größe hat es in Wolfsburg noch nie gegeben“, so Stadtsprecher Dennis Weilmann. Oberbürgermeister Klaus Mohrs betonte: "Der Stromausfall war für alle betroffenen Menschen in Wolfsburg sehr ärgerlich. Ich bin froh, dass die Fachleute das Problem schnell wieder in der Griff bekommen haben und sowohl die Feuerwehr wie auch alle anderen Einsatzkräfte schnell zur Stelle waren."

Der Strom fiel auch im Wolfsburger Klinikum aus. Wesentliche Bereiche, darunter Intensivstation und Operationssäle, wurden mit Notstromgeneratoren weiter versorgt. Einschränkungen gab es in den Patientenzimmern und im Küchenbereich. Vom Stromausfall betroffen waren auch die Autostadt, das Badeland und der Bahnhof - Züge fuhren zwar planmäßig weiter, Reisende konnten allerdings keine Tickets vor Ort kaufen.

Um Punkt 8.59 Uhr gingen in Wolfsburg Lichter, Radios, Fernseher und Telefone aus. Ampeln funktionierten nicht mehr, Geschäfte mussten wieder schließen oder öffneten erst gar nicht, Fahrstühle blieben stecken, in weiten Teilen der Stadt hatte niemand mehr Strom. Neben VW – über 1000 Mitarbeiter wurden nach Hause geschickt – waren auch Klinikum, Autostadt, Badeland und der Bahnhof betroffen. „Einen Stromausfall dieser Größe hat es in Wolfsburg noch nie gegeben“, so Stadtsprecher Dennis Weilmann.
Die Ursache war ein technischer Defekt eines Trennschalters zwischen dem VW- und dem öffentlichen Stromnetz im Kraftwerk – Gerüchte, es habe eine Explosion oder ein Feuer gegeben, dementierte VW. In der Folge fielen alle vier Generatoren aus, das alte und das neue Kraftwerk wurden vom Netz genommen – mit weitreichenden Folgen für die Stromversorgung in Wolfsburg.

Die Stadt richtete einen Krisenstab ein, in der Leitstelle gingen zahlreiche Notrufe ein. Die Polizei regelte an den großen Kreuzungen den Verkehr. An der Badelandkreuzung kam es in der Folge zu einem größeren Unfall mit drei beteiligten Autos und sechs Verletzten, ansonsten registrierte die Polizei lediglich kleinere Karambolagen.

Um 11.05 Uhr lief die Stromversorgung langsam wieder an, um 11.20 Uhr waren bis auf Detmerode und die Nordstadt alle Stadtteile wieder am Netz. „Und um 11.45 Uhr war Wolfsburg wieder komplett mit Strom versorgt“, so LSW-Sprecherin Birgit Wiechert. Früh genug, damit auch das VfL-Spiel gegen die Bayern planmäßig stattfinden konnte.

seb

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Wolfsburger Klinikum: Während des Stromausfalls sprangen die Notstromgeneratoren an.

Betroffen vom Stromausfall war auch das Wolfsburger Klinikum. Wesentliche Bereiche, darunter Intensivstation und Operationssäle, wurden mit Notstromgeneratoren weiter versorgt. Einschränkungen gab es in den Patientenzimmern und im Küchenbereich.

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