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Weihnachtsmärchen: Umjubelte Premiere

Scharoun-Theater Weihnachtsmärchen: Umjubelte Premiere

So soll das Weihnachtsmärchen für Kinder sein: Romantisch und witzig, dramatisch und spannend. Wenn außerdem noch aktuelle Bezüge zum Thema Umwelt hinzukommen – umso besser. All diese Eigenschaften treffen auf die Inszenierung der „kleinen Meerjungfrau“ zu, die Intendant und Regisseur Rainer Steinkamp am Freitagvormittag als Premiere im ausverkauften Scharoun-Theater präsentierte.

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Gelungene Premiere: Das Weihnachtsmärchen „Die kleine Meerjungfrau“ sorgte für stürmische Begeisterung beim jungen Publikum im Scharoun-Theater.

Quelle: Sebastian Bisch

Wolfsburg. Der Jubel steigerte sich am Ende in stürmische Begeisterung, sowohl im Publikum als auch auf der Bühne waren nur strahlende Gesichter zu sehen. Sandra Keck hat das klassische Märchenmotiv von Hans Christian Andersen kindgerecht bearbeitet und mit schönen Liedern von Stefan Hiller kombiniert – die Palette reicht vom Gute-Laune-Song bis zur verträumten Liebesballade (einstudiert von Christian Mädler).

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Das diesjährige Weihnachtsmärchen „Die kleine Meerjungfrau“ feierte am Freitag Premiere Im Scharoun Theater. Hier die schönsten Impressionen des umjubelten Stücks.

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Für das optische Eintauchen in die magisch glitzernde Unterwasserwelt sorgen Lichteffekte und eine grandiose Videowand mit den unterschiedlichsten Meeresbewohnern, die Bühnenbildner Hans Winkler und Andreas Auffenberg haben ihrer Phantasie freien Lauf gelassen. Prächtig und einfallsreich sind die Kostüme (Odilia Baldszun, Christel Zelder, Christine Jacob). Kurzum: Das Fest für die Ohren ist zugleich ein Fest für die Augen, dem Britta Rollar mit originellen Choreografien die harmonischen Bewegungsabläufe anpasst.

Das siebenköpfige Ensemble sprüht vor Spiellust. Jenny Klippel in der Titelrolle ist die entzückende anrührende Meerjungfrau Michelle, die ihr Herz an den smarten Prinzen Alexander verliert, als sie ihn bei einem Schiffsunglück vor dem Ertrinken rettet. Prompt ist es um sie geschehen. Verständlich, denn Nikolai Radke liefert das Abbild des schmucken Prinz Charming, wenn auch etwas einfältig in Liebesdingen. Michelle hat jetzt nur noch einen Wunsch – bei den Menschen leben zu können. Für zwei eigene Beine zum Tanzen und Laufen ist sie sogar bereit, den eleganten Nixenschwanz zu opfern. Zum Zorn und Kummer ihres Papas, des mächtigen Meereskönigs Poseidon – Rudolf Schwarz gibt ihn herrlich polternd und väterlich besorgt.

Mit allen üblen Tricks arbeitet hingegen die eklige Meerhexe Gundula. Britta Hübel ist mit Genuss wunderbar fies und furchterregend. Hartmut Fiegen brilliert in der Rolle des pfiffigen spanischen Pelikan Pedro, Freund und Helfer der kleinen Nixe. Katja Geist und Nina Damaschke beweisen ihre darstellerische Wandlungsfähigkeit gleich in einer Vielzahl von Rollen – von der Seepferdchen-Gouvernante bis zum Kugelfisch und zum Küchenjungen.

„Die kleine Meerjungfrau“ steht bis zum 22. Dezember fast täglich auf dem Spielplan des Theaters.

Von Katrin Mauke

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