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Warnstreik von Verdi erwischte Kita-Eltern kalt

Wolfsburg Warnstreik von Verdi erwischte Kita-Eltern kalt

Warnstreik: Mehr als 250 Mitarbeiter aus dem öffentlichen Dienst in Wolfsburg beteiligten sich am Freitag an einer Demonstration in Gifhorn. Vor allem Kitas und Klinikum waren betroffen.

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Warnstreik: Mitarbeiter der Stadt fuhren zur Kundgebung nach Gifhorn, um die Tarifverhandlungen von Verdi zu unterstützen.

Quelle: Photowerk (bs)

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen. In Gifhorn tagte der Landkreistag und dort trafen die Wolfsburger mehr als 600 Kollegen aus Südniedersachsen. Die Gewerkschaft Verdi fordert unter anderem 100 Euro pro Monat sowie 3,5 Prozent mehr Lohn. Lucie Pöttner-Brandt, seit 40 Jahren bei der Stadt Wolfsburg, betonte: „Die Festgeldforderung ist für die niedrigen Lohngruppen wichtig.“ Für Oliver Postler (Jugendvertretung) steht die Übernahme der Auszubildenden an erster Stelle. Verdi-Sprecher Jürgen Praast war begeistert, wie viele sich „aus dem Stand“ motivieren ließen.

Problematisch war das für Kita-Eltern: Erst nach Scheitern der Tarif-Verhandlung am Donnerstagabend stand fest, dass die Einrichtungen in Fallersleben und Mörse komplett schließen. Notgruppen gab es am Klinikum (17 Kinder) und in Vorsfelde (68 Kinder). „Unsere Eltern behelfen sich privat“, so Elternsprecher Gunnar Splisteser aus Fallersleben. Er betonte: „Auch wir wollen gut bezahlte, motivierte Erzieherinnen - aber dieses Mal hat die Gewerkschaft einige ganz kalt erwischt.“

Oberbürgermeister Klaus Mohrs kritisierte: „Ich bin sehr verärgert, dass die Kleinsten und Familien betroffen sind. Jeder hat das Recht zu streiken - aber eine Notbetreuung ist das Mindeste.“ Die Stadt versuche, Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. 34 Kita-Mitarbeiter fehlten sowie einzelne in Service, Poststelle, Sport und Bäder sowie in der Jugendwerkstatt.

Im Klinikum waren Kapazitäten für Notfälle frei, so Sprecher Thomas Helmke. Einige der bereits geplanten Operationen wurden aber verschoben.

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