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"Wahrheit" - ein Kommentar zur Sexualstraftat im Rathaus

Wolfsburg "Wahrheit" - ein Kommentar zur Sexualstraftat im Rathaus

In Wolfsburg ist es zu einer Sexualstraftat gekommen – schlimm genug. Muss die WAZ darauf hinweisen, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen Asylbewerber handelt?

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Der Vergewaltigungsfall im Wolfsburger Rathaus landet vor dem Amtsgericht.

Quelle: Dominique Leppin/dpa

Wahrheit

ein Kommentar von Ulrich Franke

In Wolfsburg ist es zu einer Sexualstraftat gekommen – schlimm genug. Muss die WAZ darauf hinweisen, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen Asylbewerber handelt?

Ich bin der Meinung: Ja, die WAZ soll darauf hinweisen. Denn zur Wahrheit gehört in meinen Augen die ganze Wahrheit. Asylbewerber sind keine homogene Masse, ebenso wenig wie es Deutsche oder Holländer sind. Und unter einer Million Flüchtlingen wird sich ein gewisser Prozentsatz Straftäter finden, ebenso wie unter einer Million Deutschen oder einer Million Holländer.

Dass Flüchtlinge aktuell am Kriminalitätsaufkommen in unserem Land nach allen Erkenntnissen der Polizei eher unterrepräsentiert sind, spricht dabei für sich. Aber natürlich gibt es unter Migranten Straftäter, ebenso wie in unserer Nachbarschaft.

Das wissentlich verschweigen zu wollen, würde am ehesten die Parolen rechter Propagandisten befeuern, die immer wieder behaupten: Behörden und Presse kehren in dieser Beziehung sowieso alles unter den Teppich.

Nein, das tun wir nicht. Wenn Flüchtlinge bei uns straffällig werden, dann muss man das thematisieren dürfen. Und dann lässt sich mit der Wahrheit auch viel besser argumentieren. Und die Wahrheit lautet: Die ungeheure Kriminalitätswelle, die uns mit der Flüchtlingswelle angeblich überrollt, gibt es schlicht und ergreifend nicht.

fra

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