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Stadt Wolfsburg „Wahnsinn!“ Wolfsburg feierte den Mauerfall
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Wahnsinn!“ Wolfsburg feierte den Mauerfall
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00:31 10.11.2014
Historischer Tag: Die Menschen tanzten auf der Berliner Mauer.
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Zuvor waren Tausende von Ostdeutschen über die CSSR, und Ungarn sowie Warschau in den Westen eingereist - einige auch nach Wolfsburg. Doch erst der Fall der Mauer und die offene Grenze führten zum großen Treck in Richtung Westen.

„Besucher aus der DDR strömten nach Wolfsburg“, lautete die Schlagzeile auf der ersten WAZ-Lokalseite des 11. November - mit Kind und Kegel, im Trabi oder sogar im Taxi waren die DDR-Bürger in die VW-Stadt gekommen. Lange Schlangen vor Post und Sozialamt, das im Zimmer 208 des Rathauses das Begrüßungsgeld auszahlte; Sonderzüge aus Stendal, die ersten Gänge durch volle Westgeschäfte - und immer wieder das Wort der Stunde: „Wahnsinn!“

Das folgende Wochenende verlief dann noch turbulenter. „Wolfsburg fest in DDR-Hand: 12.000 Besucher kamen“ titelte die WAZ, die für die vielen Gäste sogar eine Extra-Ausgabe mit vielen Adressen, Tipps und Telefonnummern herausgab und DDR-Bürger von der Geschäftsstelle aus kostenlos mit Verwandten in der Bundesrepublik telefonieren ließ.

Auch sonst freute sich Wolfsburg mit den vielen Besuchern über den Fall der Mauer. Gratis-Kuchen bei Cadera, freier Eintritt im Kino, Lebensmittel-Geschenke von der Hempel-Belegschaft - die Stimmung war bestens in jenen Tagen.

Fabrikneue Wasserzähler sind mit Bakterien verseucht: Diese Nachricht hält zurzeit bundesweit Behörden in Atem. Auf Nachfrage der WAZ gab die LSW gestern für Wolfsburg Entwarnung. Das Problem sei bekannt, Vorfälle gebe es in der Stadt aber nicht.

10.11.2014

Völlig verzweifelt ist der fünfjährige Mika Malz aus Detmerode: Am Mittwochabend gegen 18 Uhr hat er in der Wolfsburger Innenstadt seinen Kuschel-Teddy „Kasper“ verloren. Die Suche verlief bisher erfolglos. Kasper und Mika waren seit seiner Geburt unzertrennlich. „Jetzt friert Kasper draußen“, fürchtet das Kind.

10.11.2014

Mit einer ausgekugelten Schulter wurde Alina Guth (72) ins Klinikum eingewiesen, nach der Narkose erlitt sie eine schwere Lungenentzündung, von der sie sich nicht mehr erholte und wenige Wochen später starb. Ihre Tochter Jeanette ist sich sicher: Hätte man im Klinikum schneller gehandelt, wäre ihre Mutter heute noch am Leben.

07.11.2014
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