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Wahl: Wer schafft den Sprung nach Berlin?

Bundestagswahl Wahl: Wer schafft den Sprung nach Berlin?

Aktuell ist Wolfsburg mit drei Abgeordneten im Bundestag vertreten. Nach der Wahl am Sonntag werden es höchstwahrscheinlich nur noch zwei sein. Wegen vieler Unwägbarkeiten ist der Blick in die Glaskugel zwar schwierig – aber damit es mehr als zwei Abgeordnete aus dem Wahlkreis Helmstedt-Wolfsburg werden, müsste schon ein mittleres Wunder geschehen.

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Wer kommt in den Bundestag? Günter Lach (CDU, im Uhrzeigersinn) und Falko Mohrs (SPD) kämpfen um das Direktmandat, Pia Zimmermann (Linke) wird sicher in den Bundestag einziehen, Kristin Krumm (FDP) und Stephanie Scharfenberg (AfD) eher nicht.

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Stand der Dinge: Günter Lach (CDU), Achim Barchmann (SPD) und Pia Zimmermann (Linke) repräsentieren Wolfsburg bislang in der Hauptstadt. Barchmann tritt nicht wieder an, für die SPD kandidiert Falko Mohrs. Und der muss ebenso wie CDU-Kontrahent Günter Lach alles daran setzen, den Wahlkreis mittels der Erststimmen zu gewinnen. Die Plätze auf der Landesliste (Mohrs Platz 19, Lach Platz 28) werden nach aller Wahrscheinlichkeit nicht für den Einzug in den Bundestag reichen.

Zum Vergleich: Vor vier Jahren schaffte zwar SPD-Mann Barchmann ebenfalls auf Platz 19 der Liste den Einzug in den Bundestag. Das aber mit Hängen und Würgen: Die FDP flog im letzten Moment aus dem Parlament, die AfD blieb unter der Fünf-Prozent-Hürde. Diesmal dürften beide Parteien sicher drin sein, für die Großen wird’s deutlich enger. Damit sind auch die Ziele der beiden Kandidaten klar umrissen. „Ich will den Wahlkreis zum dritten Mal nacheinander direkt gewinnen, dafür gebe ich alles“, sagt Günter Lach. Und Falko Mohrs erwartet „ein knappes Rennen, bei dem ich sehr gute Chancen für mich sehe.“

Sicher in den Bundestag einziehen wird Pia Zimmermann. Sie führt die Landesliste der Linken in Niedersachsen an, ein Scheitern ihrer Partei an der Fünf-Prozent-Hürde gilt als ausgeschlossen. Ebenso sicher ist, dass kein Grüner aus Wolfsburg/Helmstedt den Sprung schafft: Direktkandidat Volker Möll hat keinen Platz auf der Landesliste.

Und die anderen Parteien? Für die FDP mit Kristin Krumm auf Platz 12 der Landesliste und die AfD mit Stephanie Scharfenberg auf Platz 13 gilt ungefähr das gleiche: Ihre Partei müsste auf Bundesebene wohl 15 Prozent erreichen, damit der Sprung nach Berlin glückt. Eine Aussicht, bei der Kristin Krumm ebenso realistisch wie zuversichtlich bleibt: „Im Idealfall ziehe ich in den Bundestag ein, dafür braucht es ein sehr gutes Ergebnis – ich glaube an meine Chance.“ Oder, um es mit den Worten des AfD-Direktkandidaten Thomas Schlick zu sagen: „Man weiß nie, was der Wähler am Ende entscheidet.“

Von Ulrich Franke

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