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Wagenknecht schimpft gegen TTIP, Krieg und AfD

Wolfsburg Wagenknecht schimpft gegen TTIP, Krieg und AfD

Wolfsburg. Wenn Sahra Wagenknecht nach Wolfsburg kommt, dann spricht die Linken-Spitzenpolitikerin immer vor vollem Haus. So war es auch am Montagabend wieder.

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Kämpferisch: Sahra Wagenknecht (r.) sprach gestern auf dem Hugo-Bork-Platz über wichtige Themen, die Wolfsburger Linke Pia Zimmermann hatte sie eingeladen.

Quelle: Roland Hermstein

Vor 600 Besuchern wetterte sie auf dem Hugo-Bork-Platz gegen die umstrittenen Handelsabkommen CETA und TTIP, Leiharbeit, fehlende Mitbestimmung und Krieg. Immer wieder gab es lautstarken Applaus.

Linken-Bundestagsabgeordnete Pia Zimmermann hatte Sahra Wagenknecht zum traditionellen Feierabendgespräch eingeladen. Neben der Bundespolitikerin stellte sie unterm Glasdach außerdem die Spitzenkandidaten der Wolfsburger Linken für die Kommunalwahl vor.

Streitbar und in der Sache kompromisslos - so kennt man Sahra Wagenknecht und so stellte sie sich auch in Wolfsburg vor. Das umstrittene TTIP-Abkommen nannte sie „Irrsinn“, deshalb gehöre es vom Tisch. Denn TTIP setze die Demokratie außer Kraft. Nicht mehr die Politik habe das Sagen, sondern große Konzerne.

Auch die Dieselaffäre sprach Wagenknecht an. Es dürfe nicht sein, dass Topmanager „Mist bauen“ und der einfache Arbeiter Angst um seinen Job haben müsse. „Das ist skandalös“, schimpfte die Linken-Politikerin. Sie fordert, dass Manager persönlich für Fehler haften müssten und Mitarbeiter mehr direkte Mitbestimmung bei wichtigen Entscheidungen erhalten. Das gelte auch für Volkswagen. Obwohl Land und Gewerkschaft dort so stark seien. „Das reicht scheinbar nicht“, folgerte Sahra Wagenknecht.

Auch zur AfD nahm sie Stellung. Die habe kein Konzept und ändere nichts an den sozialen Bedingungen im Land. Zwar seien nicht alle in der AfD Halb-Nazis, aber einige doch.

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WAZ-Info: Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht, 1969 in Jena geboren, ist Volkswirtin, Publizistin und Politikerin (PDS, Die Linke) und seit 2014 mit Ex-SPD-Politiker Oskar Lafontaine verheiratet.

Ab den 90er Jahren hatte sie maßgebliche Funktionen in der PDS. Nach der 2007 erfolgten Vereinigung der PDS mit der SPD-Abspaltung WASG konnte sie ihren Einfluss in der Nachfolgepartei Die Linke erweitern. Dort galt die bekennende Kommunistin als Protagonistin des linken Parteiflügels.

Von 2010 bis 2014 war die Tochter einer Deutschen und eines Iraners eine der stellvertretenden Parteivorsitzenden. Davor saß sie im Europäischen Parlament. Seit September 2009 ist Wagenknecht Abgeordnete im Bundestag. 2015 löste sie mit Dietmar Bartsch den bis dahin amtierenden Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi ab.

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