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Stadt Wolfsburg Vorhang auf für die Landesbühnentage im Theater
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Vorhang auf für die Landesbühnentage im Theater
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19:28 16.10.2017
Auftakt im Scharoun Theater: Die 17. Deutschen Landesbühnentage sind eröffnet. Bis 6. November finden zahlreiche Inszenierungen statt.  Quelle: Boris Baschin
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Klieversberg

Als Redner würdigten sie alle drei die Bedeutung der Landesbühnen, die ihrem kulturpolitischen Auftrag nachkämen, anspruchsvolle Inszenierungen auch in Gebiete fernab der Metropolen zu tragen. Drei Wochen lang werden bis zum 6. November Aufführungen aus den Bereichen Schauspiel, Musik, Tanz, Kinder- und Jugendtheater präsentiert. Klaus Mohrs betonte, dass Architekt Hans Scharoun mit seinem am 5. Oktober 1973 eröffneten Haus, das von Anfang an als Tourneetheater konzipiert war, ein „Theater für alle“ errichten wollte. „Hinein in die Vielfalt“, das Motto des Festivals, passe damit hervorragend in eine weltoffene Stadt wie Wolfsburg.

Rainer Steinkamp, der auch etliche Landesbühnen-Intendanten begrüßen konnte, schilderte in seiner eindringlichen Ansprache die Strapazen der nicht üppig bezahlten Künstler und Techniker, die diese mit den zahlreichen Gastspielen auf sich nehmen würden. Die Wolfsburger seien zudem ein Publikum, „das neugierig und bereit ist, neu zu entdecken.“ Sein Appell an die Politiker: „Sparen Sie nicht an falscher Stelle, sondern investieren Sie in die Kultur.“

Kay Metzger in seiner Eigenschaft nicht nur als Landesbühnengruppen-Vorsitzender, sondern auch als Intendant des Landestheaters Detmold und Regisseur der zur Eröffnung aufgeführten Oper „Elegie für Junge Liebende“ von Hans Werner Henze, sprach von „vertrumpt“ in weltpolitisch schwierigen Zeiten. Das seit 1981 alle zwei Jahre stattfindende Festival war bereits 1988 in der Volkswagenstadt zu Gast. Seitdem habe sich vieles gewandelt und „keiner weiß, wohin die Reise geht.“ Theater koste zwar viel Geld, „aber es rechnet sich.“ Deshalb: „Theater muss sein“ – getreu dem Slogan des Deutschen Bühnenvereins.

Schließlich gab Metzger noch eine Einführung und Interpretation in die von ihm eingerichtete Henze-Oper mit seiner „relativ transparenten Komposition“ ein „Klassiker der Moderne“. Es handele sich um ein schwieriges Stück, aber für die Zuschauer lohne es sich, durchzuhalten.

Von Katrin Mauke

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