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Stadt Wolfsburg Vor Gericht: Amateurboxer ohrfeigte die Ex-Gattin
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Vor Gericht: Amateurboxer ohrfeigte die Ex-Gattin
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21:14 17.01.2014
Gewalt: Eine Ohrfeige kann teuer werden.

Seit Januar ist das Paar geschieden, teilt sich das Sorgerecht für die Tochter (6). Im Juli kamen Mutter und Tochter aus dem Urlaub zurück, den Rest der Ferien sollte das Kind bei Papa verbringen. Der kam, um seine Tochter abzuholen, man verabschiedete sich - so weit schien alles normal.

Doch dann blickte die Mutter nochmal aus dem Fenster: „Und da sah ich, dass meine Tochter im Auto weint.“ Sie stürzte runter, wollte das Kind aus dem Wagen holen. „Sie gebärdete sich wie eine Wilde“, behauptete der Angeklagte. Ende vom Lied: der Amateurboxer verpasste seiner Ex einen Schlag ins Gesicht. Folge waren eine Schwellung, Kieferschmerzen und ein Schock.

Eigentlich räumte der Angeklagte die Tat ein - die „viel zu hohe“ Strafe wollte er aber nicht akzeptieren, weil er sich provoziert gefühlt hatte, und legte Einspruch gegen den Strafbefehl ein: „Ich sollte gar nichts bezahlen müssen.“ Dabei aber spielten Staatsanwältin und Richter nicht mit. Der Vorsitzende hielt dem 36-Jährigen vor Augen, dass er seine Ex-Frau wohl ziemlich schmerzhaft getroffen hatte: „Als Boxer haben Sie Ihre Kräfte vielleicht unterschätzt.“ Außerdem gehe es gar nicht an, zu schlagen.

Nach einer Stunde Verhandlung nahm der Angeklagte seinen Einspruch gegen den Strafbefehl zurück - es blieb somit bei 50 Tagessätzen zu je 40 Euro.

fra

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