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Vor 70 Jahren erhielt die Stadt ihren Namen

Wolfsburg Vor 70 Jahren erhielt die Stadt ihren Namen

Pfingstmontag, der 25. Mai, ist ein historischer Tag. Denn genau vor 70 Jahren, am 25. Mai 1945, erhielt die Stadt Wolfsburg in Anlehnung an das gleichnamige Schloss an der Aller ihren Namen.

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Willkommen in Wolfsburg: Vor 70 Jahren erhielt die Stadt ihren neuen Namen, angelehnt an den Namen des Schlosses.

Am 1. Juli 1938 war die Stadt durch eine Verordnung des Oberpräsidenten der Provinz Hannover unter dem vorläufigen Namen „Stadt des KdF-Wagens“ gegründet worden. Eine endgültige Benennung der Stadt unterblieb und wurde auf die Zeit nach Kriegsende verschoben.

Nach dem Einmarsch amerikanischer Truppen drängte die amerikanische Militärverwaltung 1945 darauf, Relikte und Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus zu beseitigen. So wurde der amtierende Bürgermeister abgesetzt und durch einen Abteilungsleiter des Arbeitsamtes, Dr. Felix Laurent, abgelöst. Außerdem ernannte der amerikanische Stadtkommandant am 12. Mai 1945 genau 13 Stadtverordnete, die aus Gewerkschaftskreisen vorgeschlagen wurden. Zudem gab es einen Magistrat als Leitungsgremium der Stadtverwaltung.

Auf Vorschlag des Magistrats stand auf der Tagesordnung der ersten Stadtverordnetenversammlung am 25. Mai 1945 die Umbenennung der Stadt in „Wolfsburg“. Nachdem die Stadtverordnetenversammlung der Namensänderung in „Wolfsburg“ zugestimmt hatte, beeilte sich die Stadtverwaltung, diese Namensänderung umzusetzen. So wies die Verwaltungsspitze das Hauptamt am 9. Juni 1945 an, alle Dienststellen der Stadtverwaltung vom neuen Stadtnamen in Kenntnis zu setzen.

Mit einem Erlass vom 27. Juni stimmte der Oberpräsident der Provinz Hannover als entscheidende Instanz auch offiziell der Namensänderung in „Wolfsburg“ zu, nach weiteren Formalitäten war der Weg für „Wolfsburg“ frei.

Das sagt Klaus Mohrs: „Höchster Respekt“

Am 25. Mai 1945 erhielt die vom NS-Regime gegründete „Stadt des KdF-Wagens“ ihren neuen Namen Wolfsburg. Oberbürgermeister Klaus Mohrs erklärte zu diesem historischen Ereignis:

„In einer Reihe mit Stadtgedenktagen steht der Stadtnamenstag 25. Mai neben dem Stadtgründungstag, dem Tag des Einmarsches der Alliierten (11. April 1945) sowie dem Zeitpunkt von Auskreisung (1. Oktober 1951) und der kommunalen Gebietsreform (1.Juli 1972).“

Der Tag sei gleichzeitig Sinnbild für den demokratischen Neuanfang und zählte laut Mohrs zu den drängendsten Vorhaben nach der Beseitigung der NS-Herrschaft. Der Oberbürgermeister weiter: „Den damals entscheidenden Persönlichkeiten und Verantwortungsträgern wird unser höchster Respekt entgegen gebracht.“

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