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Stadt Wolfsburg Von Autos und Menschen: Eine Wolfsburger Lebensgeschichte
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Von Autos und Menschen: Eine Wolfsburger Lebensgeschichte
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20:41 21.06.2018
Autofan: Siegfried Schütte in seinem Zuhause in Kreuzheide. Quelle: Roland Hermstein
Kreuzheide

Geboren wird Schütte 1938 in Bergfeld auf dem Bauernhof der Eltern. „Die Landwirtschaft war aber immer uninteressant für mich“, berichtet er heute. Zum Glück übernimmt sein älterer Bruder den Hof und Siegfried Schütte kann sich ganz seiner Leidenschaft widmen: Fahrzeuge. Mit 15 Jahren beginnt er seine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker, 1960, nach der Bundeswehr, zieht er nach Wolfsburg und beginnt im Fahrzeughaus Schade zu arbeiten.

Gesellschafter und Geschäftsführer im Autohaus Schade

1966 macht Schütte seine Meisterprüfung, begleitet das Fahrzeughaus Schade durch alle Stationen: Von der Heßlinger Straße zieht der Betrieb um in einen Neubau auf dem heutigen Outlet-Gelände – Schütte als Kundendienstleiter immer mittendrin. Anfang der Siebziger steigt er neben Karl-Heinz Schade und Herbert Pestinger als Gesellschafter und Geschäftsführer ein: „Das war das Beste, was mir passieren konnte!“ 1996 wird er als stellvertretender Obermeister in der KFZ-Innung Wolfsburg in den Vorstand der Handwerkskammer Braunschweig gewählt – auch darauf ist er heute noch stolz.

Dem Fahrzeughaus bleibt er treu, bis er mit 60 Jahren wegen schwerer Herzprobleme aufhören muss. „Ich habe mich damals gleich gefragt: Wie wird das jetzt für Papa?“, erzählt seine Tochter Susanne. „Er ist in seiner Arbeit immer so aufgegangen!“

Sein Glück findet er im Familienleben

Doch Vater Schütte ist kein menschenfremder Workaholic: Mit seiner Jugendliebe und Ehefrau Marianne – die im Dezember 2017 ebenfalls 80 Jahre alt wurde – genießt er heute den Ruhestand am Waldrand in Kreuzheide. „Ich bin so glücklich in Wolfsburg – auch weil meine Familie so nah wohnt“, schwärmt er. Das Elternhaus in Bergfeld hat einer seiner Neffen übernommen, oft fährt Siegried Schütte mit seiner Familie vorbei. Im Zwischenmenschlichen findet er sein ganzes Glück: Mit leuchtenden Augen erzählt der 80-Jährige von seinen beiden Enkelinnen, aber auch von seinen Samstagsausflügen in die Stadt: „Wir treffen dort immer alte Kunden und Freunde aus dem Sportverein – das ist so herrlich!“ Kein Wunder: Den VfR Eintracht in Kreuzheide hatte er mitbegründet und dort erst Fußball und später Tennis gespielt.

Auch im heutigen Autohaus Wolfsburg – ein Jahr nach Schüttes Ausscheiden fusionierten Schade, Hotz und Heitmann – freuen sich die ehemaligen Mitarbeiter jedes Mal über seinen Besuch. Dort schließt sich ein Kreis: Wo Schütte selbst unzählige Lehrlinge ausgebildet hat, hat auch seine jüngere Enkelin ihre Ausbildung gemacht.

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Von Frederike Müller

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