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Stadt Wolfsburg Viele VfL-Fans kaufen Business Seats: Ein Stück VW-Arena für zuhause
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Viele VfL-Fans kaufen Business Seats: Ein Stück VW-Arena für zuhause
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18:32 28.07.2017
Ein Stück VW-Arena für Zuhause: Viele VfL-Fans kamen dem Aufruf nach und sicherten sich ihre persönlichen Business-Seats. Quelle: Sebastian Bisch
Wolfsburg

Mit diesem Ansturm hat der VfL Wolfsburg nicht gerechnet: Um 10 Uhr startete der Fußball-Bundesligist an der Volkswagen-Arena mit dem Verkauf seiner ausgedienten Business Seats. „Aber schon um 9 Uhr stand eine Schlange von Interessierten vor den Toren“, staunte Robin Joop, Mitarbeiter der CSR-Abteilung des VfL. Am Ende wurden alle fast alle der 1800 VIP-Sitze für einen guten Zweck verkauft – der Erlös von über 20.000 Euro fließt in die Krzysztof-Nowak-Stiftung.

Die sogenannten Business Seats sind Sessel aus dem VIP-Bereich der VW-Arena. Alle mit weißem VfL-Logo, manche mit zwei, viele mit drei zusammenhängenden Sitzen. 15 Jahre lang, seit Eröffnung des Fußball-Stadions 2002, waren sie Teil der grün-weißen Fußballgeschichte – „jetzt werden sie gegen neue Sitze ausgetaucht“, so Joop. „Da hatten wir die Idee, sie für den guten Zweck zu verkaufen.“

Bei den Wölfe-Fans kam die Idee super an: So lud die Velpkerin Laura Malterer gleich sechs Sitze in ihren Kombi: „Die bekommen meine Eltern für ihre Sky-Lounge im Keller. Dort gucken wir dann mit der Familie die VfL-Spiele.“ Onkel Andreas Pollex fasste mit an: „Ich freue mich schon darauf, die VfL-Siege auf diesen Sitzen zu feiern.“ Auch Marek Dembski lud sechs Sitze in sein Auto: „Wir haben eine kleine Wolfsburger Insel im von Eintracht-Fans umringten Hillerse“, sagte er lachend. „Die Sitze kommen auf unsere Terrasse. Dort schauen wir die VfL-Spiele über Beamer – gemeinsam mit anderen Fußballfans.“ Die Idee, mit dem Erlös die Krzysztof-Nowak-Stiftung zu unterstützen, finde er „richtig klasse“. Auch VfL-Fan Christian Fischer wollte sich „ein Stück VW-Arena nach Hause in Leiferde holen“. Die Dreier-Bank stelle er sich auf die Terrasse. Einen geeigneten Platz hat die Wendschotterin Maike Wenzel zwar noch nicht, „aber ich will mir trotzdem ein Stück Wolfsburger Bundesliga-Geschichte nach Hause holen. Platz schaffe ich schon dafür.“ Auch der Wolfenbütteler Ortwin Schlager kaufte sich eine Dreier-Bank für zuhause: „Wir wollen nächstes Jahr einen Pavillon in den Garten stellen. Dort kommt die Business Seats hinein. So eine Gelegenheit kommt nie wieder“, schwärmte der langjährige Dauerkartenbesitzer. Zumindest nicht auf absehbare Zeit.

Von Carsten Bischof

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