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Viele Mücken: Wolfsburg hat einen Stich

Population ist dieses Jahr groß Viele Mücken: Wolfsburg hat einen Stich

Es ist zumindest halbwegs warm, es ist wahnsinnig nass – und wer jetzt nicht aufpasst, bekommt ganz schnell einen Stich. Wolfsburg stöhnt unter einer extrem hohen Mückenpopulation, jeder juckt und kratzt sich.

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Zur Vorsorge und Nachsorge: Apotheker Jürgen Lübeck zeigt Mittel gegen Mücken.

Quelle: Sebastian Bisch

Wolfsburg. Die gute Nachricht: Exotische Mückenarten als Überträger schlimmer Krankheiten gibt es bei uns bislang so gut wie gar nicht, sagt die Stadt.

Tropische Mückenarten gebe es in ganz Norddeutschland wegen des kühlen Klimas nur ganz vereinzelt, sagt Gesundheitsamts-Leiter Dr. Friedrich Habermann: „In dieser Hinsicht besteht kein Grund zur Sorge.“ Das sieht auch Experte Michael Kühn vom Naturschutzbund Nabu so: „Die sind aus Süddeutschland noch nicht angekommen.“ Betonung auf noch: „In zehn, 15 Jahren kann es so weit sein.“

Doch auch ohne Malaria, Dengue-Fieber oder Zika-Virus: Mücken sind zurzeit eine echte Plage. „Tatsächlich scheinen wir in diesem Jahr viele zu haben“, bestätigt auch Habermann – durch viel Regen und Wärme nimmt die Population zu. Das große Hauen nach dem Stechen hilft wenig, schon deswegen, weil es zu spät kommt. Besser ist Vorbeugung auch im Mikrokosmos zu Hause, sagt Michael Kühn: „Die wenigsten Mücken kommen aus den großen Seen wie Allersee oder Schillerteich. Sie gedeihen in der Regentonne, der Regenrinne oder der Pfütze auf dem heimischen Grundstück.“ Dagegen kann eigentlich jeder vorbeugen.

Das geht auch mit Autan oder anderen Mitteln, weiß Bezirksapotheker Jürgen Lübeck. Aber es erfordert oft Geduld: „Die Wirkung von Sprays ist individuell sehr unterschiedlich. Da hilft nur das Prinzip Trial and Error – ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren.“ Was für die Prophylaxe gelte, gelte ebenso für die Schmerzlinderung hinterher. Hausmittel wie Eis oder die halbe Zwiebel könnten helfen, ebenso wie kühlende Gels, Fenistil oder Hitzestifte.

Von Ulrich Franke

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