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Viele Gemeinsamkeiten, wenig Unterschiede

Diskussion der Bundestagskandidaten Viele Gemeinsamkeiten, wenig Unterschiede

Viele Übereinstimmungen bei den Themen Umwelt und Digitalisierung, Unterschiede bei Fragen zu sozialer Gerechtigkeit: Knapp 100 Besucher verfolgten am Freitag ein Wahlforum der Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Helmstedt-Wolfsburg im Gewerkschaftshaus.

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Intensiver Austausch: Kurz vor der Wahl diskutierten die Wolfsburger Bundestagskandidaten am späten Freitagnachmittag bei der IG Metall.
 

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg.  Günter Lach (CDU), Volker Möll (Grüne), Pia Zimmermann (Die Linke) und Falko Mohrs (SPD) waren auf Einladung von IG Metall und DGB zu der Diskussionsrunde gekommen. Immer wieder konnten die Zuhörer Fragen stellen.

Aus Sicht von Günter Lach ist Deutschland mit der sozialen Marktwirtschaft gut gefahren und in Sachen soziale Sicherung gut aufgestellt. Jenes „Schwelgen in der Nostalgie von Ludwig Erhardt“ kritisierte Falko Mohrs: Die Menschen müssten genug zum Leben haben, mitunter gehe ein Drittel des Einkommens für Miete drauf. Volker Möll plädierte für ein bedingungsloses Grundeinkommen, während Pia Zimmermann darauf verwies, dass es nicht in Ordnung sei, wenn jemand mehrere Jobs machen oder sich jüngere Menschen von Zeitvertrag zu Zeitvertrag hangeln müssten.

Digitalisierung bietet Chancen

„Wie stehen Sie zu High-Speed-Internet in Deutschland“, wollte ein Zuhörer wissen, nachdem Moderatorin Anita Pöhlig auf das Thema Digitalisierung übergeleitet hatte. „Flächendeckendes Internet gehört für mich als Grundrecht ins Gesetzbuch“, sagte der Grüne Möll. Die Kandidaten betonten die großen Chancen der digitalen Entwicklung, gaben sich aber teils auch kritisch: „Ich habe manchmal den Eindruck, digital ist das Zauberwort. Wir müssen aber auch in der Lage sein, jederzeit manuell eingreifen zu können“, so Günter Lach.

Einig waren sich die Kandidaten in der Wichtigkeit von Umweltschutz und darin, dass es mit Blick auf die Asse, Schacht Konrad und Gorleben dringend alternative Konzepte für die Lagerung von Atommüll braucht.

In seiner Begrüßung hatte Hartwig Erb, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg, darauf verwiesen, dass man nur jene Parteien zum Wahlforum eingeladen habe, die derzeit im Bundestag vertreten seien.
 
Von Jörn Graue

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