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Stadt Wolfsburg Viel Applaus in Wolfsburg für Gregor Gysi
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Viel Applaus in Wolfsburg für Gregor Gysi
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23:58 29.03.2017
Ganz in seinem Element: Gregor Gysi (links Gastgeberin Pia Zimmermann) beim Feierabendgespräch im CongressPark. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg-Stadtmitte

Gysi, nach vielen Jahren im Bundestag ist der 69-Jährige mittlerweile Vorsitzender der Europäischen Linken, kam mit Verspätung und berichtete zunächst von seinem Tagwerk. Morgens in Straßburg, über Stuttgart zurück nach Berlin, abends in Wolfsburg: „Das ist der absolute Höhepunkt“, sagte er mit seinem berühmten verschmitzten Lächeln.

Dann ging‘s an die harten Themen. Vom Rechtspopulismus war der Weg zur AfD nicht weit. Gysi: „Ich finde es richtig, dass die NPD nicht ins Fernsehen eingeladen wird. Ich finde es falsch, dass die AfD so oft eingeladen wird.“ Mit ausladender Gestik erklärte Gysi, weshalb viele Unzufriedene - darunter Hartz-IV-Empfänger und Niedriglöhner - glauben, ihr Heil bei der AfD zu finden. Er meint: Wer sich mit dem Wahlprogramm der Partei beschäftige, müsse erkennen: „Das Programm ist asozial!“

Überhaupt wäre die AfD nicht halb so stark, wenn jeder zur Wahl ginge. Gysi erhob die Stimme: „Diese kleine Mühe, ein Kreuzchen zu machen, mein Gott, das bringt einen doch nicht um!“ A propos Wahl: Der 69-Jährige erinnerte an gebrochene Wahlversprechen der SPD in der Vergangenheit und warnte Kanzlerkandidat Martin Schulz vor einer Wiederholung. IG-Metall-Chef Hartwig Erb, der für die SPD im Rat der Stadt sitzt, pflichtete bei: „Wenn Martin Schulz nicht liefert, wird das eine Katastrophe für die Sozialdemokraten.“

Viele Themen wurden angeschnitten, darunter Europäische Union, Steuerflucht, Asylbewerber und Geburtenrückgang („Nirgendwo in Deutschland sind wir kinderfreundlich, weder in Berlin noch in Wolfsburg noch sonstwo“).

Am Ende von kurzweiligen anderthalb Stunden beantwortete der Stargast des Abends noch Fragen aus dem Publikum - und erhielt viel Applaus.

kn

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