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Stadt Wolfsburg Der VfL e.V. plant ein Sport- und Gesundheitszentrum
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Der VfL e.V. plant ein Sport- und Gesundheitszentrum
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23:27 17.04.2018
Neuer Plan des VfL-Gesamtvereins: In Kooperation mit einem Investor soll am Elsterweg ein Sport- und Gesundheitszentrum mit Bewegungs-Bad und Kita entstehen. Quelle: VfL Wolfsburg e.V.
Wolfsburg

Es war die erste Sportausschusssitzung für die neue Dezernentin Monika Müller und sie begann mit einem wegweisenden Projekt: Prof. Dr. Peter Haase, Präsident des VfL-Gesamtvereins, stellte direkt am Elsterweg neue Pläne für das Vereinsgelände im Herzen der Stadt vor. Ein Sport- und Gesundheitszentrum für alle Generationen könnte dort bald stehen – wenn auch ein Finanzierungskonzept steht.

Kooperation mit Investor

Am Berliner Ring will der VfL ein Gebäude in Kooperation mit einem Investor errichten – mit Mietern wie zum Beispiel Apotheke, Arzt- oder Ergotherapie-Praxis sowie einem Restaurant. Vielleicht sogar mit einem Bewegungsbad. Interessenten gebe es, so Prof. Haase.

„Wir sind jetzt dran“

Der Verein selbst braucht vor allem eine Dreifeldhalle und möchte diese mit einer „Kindersportschule“ kombinieren – ähnlich aufgebaut wie die Bewegungs-Kita des VfB Fallersleben. Der VfL-Präsident würde am liebsten so schnell wie möglich loslegen und den Rat der Stadt schon im Herbst entscheiden lassen.

Sport-Geschäftsbereichsleiter Reiner Brill fragte lieber noch einmal nach, ob Prof. Haase wirklich den Herbst 2018 meint. 2019 ginge sicher auch, schränkte dieser ein – die Hauptsache: „Wir sind jetzt dran.“

Stolpersteine

Schon seit 2008 plant Haase am Projekt. Stolpersteine seien jetzt aus dem Weg geräumt, berichtete er. Die unüberbaubare Abflussleitung von 1938 umgehe der neue Plan und die denkmalgeschützten Kassenhäuschen dürften versetzt werden. „Das habe ich letzte Woche erfahren“, informierte Prof. Haase. Stehenbleiben muss aber die Tribüne des alten Stadions. 600.000 Euro würde eine Restaurierung kosten, so der VfL-Präsident. Der Verein wolle lieber in die Zukunft investieren und das Bauwerk der Stadt schenken.

Altes VfL-Stadion: Die denkmalgeschützte Tribüne muss bleiben, wo sie ist Quelle: Mike Vogelsang (Archiv)

Zustimmung zu den Bauplänen signalisierte die Stadtsportbund-Vorsitzenden Ursula Sandvoß: „Große Klasse. Es wird Zeit, dass etwas passiert.“ Besonders gut gefiel ihr, dass das Projekt für alle Generationen ausgelegt ist. Ingolf Viereck (SPD) sprach Haase trotz knapper Kassen Mut zu: „Das macht die Sache nicht einfacher, aber auch nicht unmöglich.“ Werner Reimer (CDU) wollte allerdings gern Genaueres zur Finanzierung wissen. Da gebe es mehrere Möglichkeiten, die man erst mit Investor und Stadt ausloten müsse, so der Präsident. Zahlen konnte er noch nicht nennen. Nur so viel: „Wir rechnen mit einer Summe, vor der sich jeder Rat erschreckt.“

Ein weiteres Thema: Badeland-Sanierung

Ein zweites Hauptthema der Sitzung des städtischen Sportausschusses war die Badeland-Sanierung. Bei laufendem Betrieb müssen noch in diesem Jahr 4000 Meter Wasserleitungen und zumindest ein Teil der Lüftungsanlage im Badeland ersetzt werden. Die Ausschreibung läuft und die Stadtverwaltung würde gern mit Beginn der Sommerferien starten – allerdings muss sich eine Firma finden, die bereit ist, zu vertretbaren Kosten auch Nachtschichten zu schieben. Sonst nämlich würde es noch länger dauern als die anvisierten 16 Wochen – und mehr nerven.

Bau im Badeland: In den Sommerferien sollen Arbeiten an den Wasserleitungen starten. Quelle: Boris Baschin

Christian Brinsa (Hochbau) und Sabrina Spring (Bäder) berichteten im Sportausschuss über den Stand der Sanierung, die seit drei Jahren läuft. Brinsa: „Wir haben noch einen sehr, sehr langen Weg“. Spring: „Wir müssen in kleinen Schritten vorangehen.“ Vor allem deshalb, weil das Badeland nicht wochenlang geschlossen werden soll. „Sie können sich das so vorstellen, als wenn sie, statt ihr Auto in die Werkstatt zu bringen, den Monteur aufs Rollbrett binden und weiterfahren“, sagte Brinsa und warb um Verständnis: „Die arme Sau ist der Typ auf dem Rollbrett, nicht der im Auto.“ Lediglich für etwa eine Woche werde das „beliebteste Spaßbad Norddeutschlands“, wie Ausschuss-Mitglied Ingolf Viereck betonte, wohl zu sein.

Duschen und Lüftung

Kritik gibt’s bestimmt. Die Situation in den Duschen wird sich verschlechtern, bevor’s besser wird. Während der Sanierung werden übereinander liegende Sanitärbereiche gesperrt. Sprich: Erst müssen wohl alle Männer, dann alle Frauen in den ersten Stock ausweichen. Sorgen bereitet weiterhin die Lüftungsanlage – sie wurde schon beim Bau zu klein dimensioniert. Eine Drohne suchte jetzt auf dem Dach nach Wärmebrücken.

Von Andrea Müller-Kudelka

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