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Stadt Wolfsburg Promis diskutieren über Verantwortung von Fußball
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Promis diskutieren über Verantwortung von Fußball
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06:00 06.11.2018
Diskussionsrunde: TV-Kommentator Marcel Reif (2.v.r.) warnte davor, den Profifußball mit sozialem Engagement zu „überfrachten“.
Wolfsburg

Fußball bewegt die Gesellschaft: Unter diesem Motto lud Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg in Ziusammenarbeit mit Volkswagen am Montag zu einer hochkarätigen „Dialogveranstaltung“ in die VW-Arena ein. Gesprächsteilnehmer waren unter anderen VW-Vorstandsmitglied Hiltrud Werner (Integrität und Recht), DFB-Präsident Reinhard Grindel, Fußball-Moderator Marcel Reif und der VfL-Integrationsbeauftragte Pablo Thiam.

“Fußball bewegt die Gesellschaft“: VW-Vorstand Hiltrud Werner (3.v.r.) und DFB-Chef Reinhard Grindel (rechts daneben) folgten interessiert der Diskussionsrunde. Quelle: Boris Baschin

VW-Vorstand Werner betonte die gesellschaftliche Verantwortung von VfL und VW: „Ohne Compliance und Integrität funktionieren weder sportliches noch gesellschaftlichers Leben.“ Auch Reinhard Grindel verwies auf die Bedeutung von Leistungs- und Breitensport: „Fußball bewegt im Profibereich sehr viel, aber im Amateurbereich noch viel mehr.“ In rund 25.000 Fußballvereinen werde ehrenamtlich sehr viel für die Gesellschaft geleistet – so würden schon im Jugendbereich Werte wie Respekt, Toleranz, Leistungsbereitschaft und Ehrlichkeit vermittelt. Aber: „Es fehlen Fußballplätze und Betreuer mit Migrationshintergrund.“

Vorbildlich: DFB-Chef Reinhard Grindel (2.v.r) überreichte Peter Pöche vom SSV Vorsfelde einen Scheck püber 8750 Euro. Das Geld fließt ins SSV-Flüchtlingsprojekt „Bündnis für Fußball“. Quelle: Boris Baschin

In der anschließenden Diskussion warnte TV-Kommentar Marcel Reif davor, den Fußball mit Erwartungen „zu überfrachten“. Er sehe eine ganz klare Tendenz: „Der Fußball an der Spitze verändert sich, die Fans fühlen sich abgehängt.“ Die viel diskutierte Super League werde langfristig nicht zu verhindern sein. Auch Sylvia Schenk (Transparency International) meinte: „Der Fußball sollte sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren.“ Umgang mit Verletzungen und Schmerzmitteln, Verhältnis zu Sportwetten – hierum müsse er sich kümmern. Dunja Kreiser, Sportpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, verwies auf die „Vielfältigkeit“ im Fußball – Umweltschutz und Integration von Flüchtlingen seien auch im Fußball große Themen.

Engagiert: Der VfL-Integrationsbeauftragte und Ex-Profi Pablo Thiam berichtete von sozialen Projekten des VfL und seiner eigenen Laufbahn – „ich war immer der Farbige unter Weißen“. Quelle: Boris Baschin

Der VfL-Integrationsbeauftragte Pablo Thiam berichtete von Integrationsprojekten des VfL: „Wir initiieren Austausch – das ist das Wichtigste.“ Künftig wolle man kickende Flüchtlinge auch in der Berufsausbildung begleiten.

Vorbildfunktion vielen Profis nicht bewusst

Der ehemalige Torwart Lutz Pfannenstiel (spielte auf allen sechs Kontinenten) lobte „sportliche Leistung als bestes Mittel zur Integration“. Aber: Viele Profi-Fußballspieler seien sich ihrer Vorbildfunktion leider nicht bewusst: „In den sozialen Medien geht es mehr um schnelle Autos und schöne Mädels....“

Fußball kann mehr tun

Fazit der Veranstaltung: Der Fußball nehme seine soziale Verantwortung ernst und tue schon sehr viel. Er könne aber noch viel mehrt tun.

Von Carsten Bischof

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