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Stadt Wolfsburg Verwaltung prüft Extra-Ausfahrt für Wohnprojekt „Neuer Teich“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Verwaltung prüft Extra-Ausfahrt für Wohnprojekt „Neuer Teich“
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21:47 01.11.2018
Projekt Neuer Teich: Am Ende der Straße „Am Gutshof“ werden siebenstöckige Neubauten geplant. Quelle: Leitzke
Wolfsburg

Das Wohnbauprojekt „Neuer Teich“ in der Nordstadt war Haupt-Diskussionspunkt im Planungs- und Bauausschuss. PUG und AfD sprachen sich dagegen aus, alle anderen Fraktionen sind dafür – hoffen allerdings, dass sich bei der verkehrlichen Anbindung etwas drehen lässt.

Veraltete Verkehrsdaten

Das würde Anwohnern, die sich Sorgen wegen der Belastung der Straßen machen, ein wenig entgegenkommen. Die Verwaltung ist überzeugt, dass die Straße „Am Gutshof“ den Verkehr ebenso verkraften könnte wie der Knoten Nordstadtstraße/Schulenburgallee. Die vorgelegten Verkehrsmessungen stammen allerdings von 2014 – „komplett hinfällig“, kritisierte Velten Huhnholz (PUG).

Verkehr um die Hälfte reduzieren

Hans-Georg Bachmann regte an, eine kreuzungsfreie Ausfahrt mit Rechtsfahrgebot an der Schulenburgallee zu schaffen. Das würde den Verkehr vor Kindergarten und Peter-Pan-Schule am Gutshof zumindest um die Hälfte reduzieren. Die Planer und Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide zweifeln: Zur Allee müsste dann eine breite Rampe führen, um etwa vier Meter Höhenunterschied zu überbrücken. Geprüft wird das aber.

Verdichtung ist gewollt

Niedriger als sieben Stockwerke zu bauen, wie ebenfalls von Bürgern gewünscht, mache dagegen keinen Sinn, so die Mehrheit der Politiker. Frank Richter (Grüne) erklärte: „Es geht ja gerade um Verdichtung im Stadtgebiet. Das ist ökologisch und ökonomisch.“

Ja zum Stufenhochhaus-Nachfolger in Detmerode

Einstimmig sprach sich der Ausschuss für Pläne des Stufenhochhaus-Nachfolgers in Detmerode (WAZ berichtete) aus. Ein Viertel der Wohnungen wird sozial gefördert, jede dritte soll barrierefrei sein.

Anträge der Fraktionen

Keinen Erfolg hatte die AfD mit ihrem Antrag, Poller am Waldweg in der Nordsteimker Straße (Hellwinkel) aufzustellen, um Abkürzungsverkehr und illegale Müllentsorgung zu vermeiden. Zu pflegeaufwendig, meint die Verwaltung – völlig unnötig, meinen die anderen Fraktionen. Erst in der nächsten Sitzung abgestimmt werden Anträge zum Straßenausbau im Osten und Fortschreibung des Flächennutzungsplans (PUG), Sicherheit der Radfahrstreifen (CDU) und Leih-Rollatoren auf Friedhöfen sowie Umsetzung der Boccia-Bahn zum neuen Centro Italiano (SPD).

Erweiterung „Alter Wolf“

Eine Beschlussempfehlung gab’s vom Bauausschuss auch noch nicht zur möglichen Erweiterung für das Hotel und Restaurant „Alter Wolf“ – aber den dringenden Auftrag an die Verwaltung, offene Fragen zu Parkraum und Naturschutz zu klären. Ziel aller ist, dem seit Jahren leer stehenden Traditionshaus in der Schlossstraße eine wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen, aber die Folgen zu minimieren.

Hotel-Erweiterung um 60 Zimmer

„Es ist ein sehr sensibler Bereich“, weiß Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide. Jens Hofschröer (WMG) erklärte, zurzeit sei der Betrieb mit nur 30 Zimmern nicht wettbewerbsfähig. Nach dem Ausbau durch Nebengebäude – angelehnt an historische Struktur und Baustoffe – wären es 90 Zimmer.

Rettet Parkplatz am Schloss die Obstbäume?

Aber: Statt Obstbaumwiese gäbe es Parkplätze. „Man stelle sich vor, der Barockgarten würde zum Parkplatz umgewandelt – welch ein Aufschrei! Dabei ist der ökologisch gesehen lange nicht so wertvoll“, kritisierte Gerhard Chrost (BUND). Sein Vorschlag: Die Obstbaumwiese bleibt, dafür werden Stellflächen am Schloss für Hotelgäste ausgebaut, die vorher ihr Gepäck im Alten Wolf abladen. Vorteil wäre, dass dann auch der Loewen-Feldweg hinterm Hotel nicht ausgebaut werden müsste. Vorschlag der Bürgerinitiative Schlosswiese: Parkplätze im Souterrain eines der Nebengebäude.

Ortsrat Nordstadt und Ausschuss tagten gleichzeitig, der Ortsrat war jedoch mit nur fünf Mitgliedern nicht beschlussfähig. Daraufhin beantragte Hans-Georg Bachmann (SPD) für den Bauausschuss Erste Lesung – und so wird die Vorlage vorerst noch nicht an den Rat weitergereicht. Zeit für die Verwaltung zum Prüfen...

Von Andrea Müller-Kudelka

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