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Verurteilt: Schalke-Fan wollte VfL-Schal rauben

Wolfsburg im Gericht Verurteilt: Schalke-Fan wollte VfL-Schal rauben

Eine Auseinandersetzung um einen VfL-Fanschal landete jetzt vor dem Amtsgericht: Ein Schalke-Fan aus Solingen (24) hatte nach dem Bundesliga-Fußballspiel am 18. September 2013 versucht, einem Isenbütteler (25) auf dem Wolfsburger Bahnhof den grün-weißen VfL-Seidenschal vom Hals zu ziehen. Das Gericht wertete das als versuchten Raub.

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Verurteilt: Ein Schalke-Fan versuchte einem VfL-Fan den Fanschal zu entreissen.

Quelle: Archiv

Verletzt wurde niemand, auch der Schal (Wert: zehn Euro) blieb heil und der Schalke-Fan entschuldigte sich am Montag für seinen Übergriff bei dem Isenbütteler. Das Urteil fiel trotzdem happig aus: Vier Monate Haft – für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt – und 400 Euro Geldstrafe, zahlbar in 50-Euro-Raten.

Ein Grund für das harte Urteil ist, dass der 24-Jährige bereits einschlägig vorbestraft ist: Dabei ging es um das Fan-Trikot eines anderen Vereins, damals war der 24-Jährige zusammen mit einer Gruppe weiterer Schalke-Fans verurteilt worden. Mit Blick auf diese Tat hatte der Staatsanwalt in der Verhandlung um den Wolfsburg-Schal sogar acht Monate Gefängnis und ein einjähriges Stadionverbot gefordert. Sein Credo: „Wehret den Anfängen!“

Dass der Schalker bei seinem Verein in einem Fan-Projekt engagiert ist, sahen weder die Staatsanwaltschaft noch die Richterin als strafmildernd an. Im Gegenteil: Es mache die Tat noch unverständlicher.

Zum Schluss hatte das Opfer sogar fast schon Mitleid mit dem Täter. Kommentar des 25-jährigen Isenbüttelers: „Wenigstens bekommt er kein Stadionverbot, da hätte ich richtig mitgefühlt.“ Der Rechtsanwalt hatte auf Freispruch plädiert; er hat jetzt eine Woche Zeit, in Berufung zu gehen.

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