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Vermisster Mann im Wald gefunden

Barnbruch Vermisster Mann im Wald gefunden

Der im Wald im Barnbruch gesuchte Mann wurde in der Nacht auf Samstag laut Polizei kurz vor Mitternacht gefunden. Nach mehr als zehn Stunden Suche mit rund 100 Kräften von Feuerwehr, Johannitern und Maltesern gelang es Spezialisten der Polizei schließlich, den Verletzten zu retten. Sturmschäden hatten die Suche zusätzlich erschwert.

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Suche im Wald: Durch Sturmschäden waren einige Wege und Gebiete nur schwer erreichbar.

Quelle: Sebastian Bisch

Barnbruch. Erleichterung auf allen Seiten: Am Samstag teilte die Polizei offiziell mit, dass ein am Freitag mit einem Großaufgebot im Barnbruch gesuchter 43-Jähriger aus der Samtgemeinde Boldecker Land gefunden worden sei. „Er lag halb im Wasser und war deshalb natürlich unterkühlt“, so Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr brachten ihn kurz vor Mitternacht ins Klinikum.

Über die Art und Schwere sonstiger Verletzungen gibt es aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Informationen. Der Mann hatte gegen Mittag einen Notruf abgesetzt, sich danach allerdings nicht wieder gemeldet. Laut Polizei stand er unter dem Einfluss von Medikamenten. „Am Ende sind wir alle froh, dass er lebt“, sagt Jürgen Koch, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Fallersleben, der in der Einsatzleitung mitarbeitete.

Die Zusammenarbeit von Polizei, Berufsfeuerwehr und Ehrenamtlichen aus Fallersleben, Sülfeld, Ehmen, Osloß und Weyhausen mit Johannitern und Maltesern – rund 100 Kräfte – habe sehr gut funktioniert. „Leider konnten wir den Vermissten trotzdem nicht vor Einbruch der Dunkelheit finden“, bedauerte Koch. Sturmschäden erschwerten die Suche, denn viele Wege in dem rund zehn Quadratkilometer großen Waldstück, das durchkämmt wurde, mussten freigeschnitten oder geräumt werden.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Erfolgreiche Zusammenarbeit: Bei der Suche kooperierten Polizei, Feuerwehr, Malteser und Johanniter – landkreisübergreifend.

Quelle: Sebastian Bisch

Auch Spaziergänger hätten ihre Hilfe angeboten. Um die Suchhunde der Johanniter aus Braunschweig nicht noch mehr durch menschliche Gerüche zu irritieren, sei das Gebiet aber abgesperrt worden, erklärt Koch. Gesucht wurde sowohl links als auch rechts des Weyhäuser Wegs – bis zum Elbe-Seiten-Kanal. Die Ortung des Handys sei nicht unproblematisch gewesen. Und ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera hatte wegen des zu dichten Blätterdachs keinen Erfolg. Spezialisten des LKA sei es schließlich gelungen, den Radius weiter einzugrenzen. Gegen 21 Uhr hatten die Feuerwehren wegen der Dunkelheit trotzdem abbrechen müssen, Beamte vom Landeskriminalamt machten weiter. „Sie hatten spezielles Equipment“, so Koch.

Koch weist aus gegebenem Anlass darauf hin, dass es auch in Waldgebieten Orientierungspunkte gibt: An Wegen und Kreuzungen sind Nummern an Baumstämmen angebracht. Koch: „Es wäre gut, sich die jeweils letzte Nummer, an der man als Spaziergänger vorbeikam, zu merken. Dann wissen wir, wo wir im Notfall suchen müssen.“

Von Andrea Müller-Kudelka

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