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Stadt Wolfsburg „Verlierer sind alle sozial Bedürftigen“ – SAT.1 berichtet über Wolfsburger Mobilitätsticket
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Verlierer sind alle sozial Bedürftigen“ – SAT.1 berichtet über Wolfsburger Mobilitätsticket
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13:41 24.04.2018
Ärger ums Mobilitätsticket: Günter Schütte (rechts) schilderte dem Fernsehteam die Probleme um die neue Zeitbegrenzung. Quelle: Britta Schulze
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Wolfsburg

Seit dem 1. April können bedürftige Wolfsburger mit dem vergünstigten Sozialticket nur noch ab 8.30 Uhr Bus fahren. Wer früh morgens Kitas, Ärzte und Jobcenter erreichen muss, hat damit ein Problem. Auch Flüchtlinge, die morgens zum Deutschunterricht oder zur Schule wollen, sind davon betroffen, wie Flüchtlingshelfer Günter Schütte weiß (WAZ berichtete). Der WAZ-Artikel ließ ein Filmteam von SAT.1 Nord aufhorchen: „Wer kommt denn auf die Idee, eine Zeiteinschränkung ab 8.30 Uhr zu machen?“, fragte Redakteur Thomas Lada den Flüchtlingshelfer. Schüttes Antworten zeigt das Regional-Magazin von SAT.1 Nord heute, 24. April, um 17.30 Uhr.

Shitstorm auf Facebook: „Flüchtlinge können zu Fuss gehen“

Auf der anderen Seite hatte der WAZ-Artikel einen nicht enden wollenden Shitstorm auf Facebook ausgelöst: „Flüchtlinge können zu Fuss gehen. Sind ja auch hergefllüchtet (eingefallen)“, gehörte zu den harmloseren Kommentaren. Günter Schütte stellt klar: „Die Verlierer sind alle sozial Bedürftigen, egal ob Deutsche oder Flüchtlinge – die meisten von ihnen haben nur leider keine Lobby.“

Auch Ingrid Leitner ist in der Flüchtlingshilfe tätig. Darüber hinaus sitzt sie für die SPD im Ortsrat Fallersleben/Sülfeld und sagt: „Es geht um 700.000 Euro, die die Stadt durch die Zeitbeschränkung einspart.“ Denn eigentlich sind es Jobcenter und Sozialamt, die für Bustickets aufkommen müssen. Bei ihnen sollen Bedürftige jetzt auch Geld zurückbekommen, wenn sie für die frühen Morgenstunden Tickets vorstrecken und dann Termine nachweisen können, die das frühe Fahren nötig machten.

Weniger Kosten, aber mehr Aufwand

Das ist nicht nur für die Fahrgäste umständlich, sondern auch für die Ämter: „Aber man nimmt wohl lieber bürokratischen Aufwand in Kauf“, mutmaßt Ingrid Leitner. Besonders absurd werde es, wenn das Sozialamt Geld zurückerstatte, findet Günter Schütte: „Dann geht das Geld lediglich von der linken Tasche in die rechte.“

Die Stadt solle ihren Lösungsweg noch einmal überdenken, ist Schüttes Appell. „Den Bedürftigen das Leben noch schwerer zu machen, die auf das Ticket angewiesen sind, weil es ihnen schlecht geht – das ist Schildbürgertum!“

Von Frederike Müller

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