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Verletzter Bussard war nicht zu fassen

Wolfsburg Verletzter Bussard war nicht zu fassen

Die Kralle war verletzt, der Schädel brummte - aber helfen lassen wollte sich dieser Bussard nicht. Ein Autofahrer hatte das Tier gestern bei Mörse angefahren, es tapste neben der Fahrbahn herum. Der Zeuge Daniel Ruthop (28) rief die Berufsfeuerwehr zu Hilfe. Doch die Einsatzkräfte bekamen den Vogel nicht zu greifen.

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Da oben sitzt er: Daniel Ruthop entdeckte den verletzten Bussard. Doch der Vogel flüchtete in einen nahen Baum.

Quelle: Foto: Manfred Hensel

Gegen 13 Uhr fuhr Daniel Ruthop nach Hause in Richtung Königslutter. Auf der Salwedeler Straße, Nahe der Auffahrt zur A 39, sah er am Straßenrand einen Audi und am Boden den verletzten Vogel. „Der Audi hatte den Bussard wohl angefahren, der Fahrer verscheuchte ihn von der Straße“, erzählt der 28-Jährige. Vermutlich hatte der Bussard Aas von der Straße gepickt, als der Wagen ihn traf. Der Audi-Fahrer sei dann weitergefahren.

Ruthop drehte um. Er rief zunächst das Nabu-Artenschutzzentrum in Leiferde an, das ihn an die Berufsfeuerwehr verwies. „Die Feuerwehr kennt sich mit solchen Fällen aus, sie kann die Lage sehr gut einschätzen“, sagt Bärbel Rogoschik, Leiterin des Artenschutzzentrums.

Die Einsatzkräfte hatten dann ihre liebe Mühe mit dem Bussard: Er hatte sich zwar an der Kralle verletzt, die Flügel funktionierten aber noch - er flüchtete in eine Eiche. Die Feuerwehr kam nicht an den Greifvogel heran und rückte schließlich ab. Das war genau richtig, betont Bärbel Rogoschik: „Es kann kontraproduktiv sein, einen verletzten Vogel von Baum zu Baum zu scheuchen und ihn so noch mehr zu entkräften.“

kn

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