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Stadt Wolfsburg Verkaufsoffene Sonntage erstmals mit „Sozialcharta“ für Angestellte
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Verkaufsoffene Sonntage erstmals mit „Sozialcharta“ für Angestellte
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00:00 26.09.2017
Verlaufsoffener Sonntag in der Innenstadt: Für Mitarbeiter des Einzelhandels gelten verbesserte Regeln. Quelle: Gero Gerewitz
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Wolfsburg

Für Angestellte des Einzelhandels soll sich im nächsten Jahr an verkaufsoffenen Sonntagen einiges zum Besseren werden. Vor dem Hintergrund landesweiter Auseinandersetzungen und Gerichtsverfahren haben sich die Gewerkschaft Verdi, die Werbegemeinschaft und die Stadt Wolfsburg auf eine entsprechende „Sozialcharta“ verständigt. Die offenen Sonntage in der Innenstadt sind am 4. März, 1. Juli, 30. September und 4. November.

Über die neuen Standards, die für alle Einzelhandelsbeschäftigten in Wolfsburg an verkaufsoffenen Sonntagen gelten sollen, informierten am Montag Verdi-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller und Verdi-Sekretär Eberhard Buschbom-Helmke.

Die Charta enthält folgende Regelungen: Für Arbeit an Sonntagen gibt es einen Feiertagszuschlag von mindestens 50 Prozent je Arbeitsstunde. Der Arbeitseinsatz an den Sonntagen ist ausschließlich auf freiwilliger Basis zulässig und auf maximal drei der vier Sonntage begrenzt. Zudem enthält die Vereinbarung weitere Gründe, die Angestellten die Mitarbeit an einem offenen Sonntag ersparen. Und: Die Mitarbeiter erhalten über den Zeitzuschlag hinaus einen Ersatzruhetag in der Woche.

Vorsfelde und Fallersleben haben weiterhin einen Sonntag, an dem nur jeweils dort die Geschäfte öffnen dürfen. Alle weiteren geöffneten Sonntage in diesen Stadtteilen finden zeitgleich mit denen der Innenstadt statt. Das gilt auch für das Gewerbegebiet Heinenkamp.

Wertmüller: „Das sind vernünftige Regelungen, die man ohne neues Gesetz hinbekommt, wenn alle mitspielen.“ Er könne allen Kommunen nur raten, ebenso zu verfahren. Das erspare Gerichtsverfahren und Ärger vor Ort.

Von Kevin Nobs

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