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Verkauf an XXXLutz: Der Name und alle Mitarbeiter bleiben

Buhl im Heinenkamp Verkauf an XXXLutz: Der Name und alle Mitarbeiter bleiben

Wolfsburgs größtes Einrichtungshaus steht unter neuer Regie: Das Unternehmen XXXLutz hat Möbel Buhl gekauft, Grund ist eine schwere Erkrankung von Hans-Dieter Buhl.

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Stippvisite beim neuen Familienmitglied: Volker Michels von XXXLutz, Hilmar Zentgraf und Julian Viering (v.l.) vor dem Haupthaus von Möbel Buhl im Heinenkamp.

Quelle: Boris Baschin

Hattorf.  Die Belegschaft wurde über Bedingungen der Übernahme informiert und atmete auf: Alle dürfen bleiben.

 Gute Nachrichten für die Mitarbeiter von Buhl: Alle werden übernommen und niemandem sollen Nachteile entstehen. Das teilten Vertreter von XXXLutz Betriebsversammlungen in Fulda und in Wolfsburg mit. Die Unternehmensgruppe übernimmt die beiden Einrichtungshäuser, nur das Kartellamt muss noch zustimmen (WAZ berichtete).

Drei bis vier Wochen dauert es erfahrungsgemäß, bis diese Entscheidung gefallen ist. Mit einem Widerspruch rechnen die Fachleute nicht. Es ist offenbar eine ganz, ganz weiche Übernahme: Weder für die Mitarbeiter im Möbelhaus Buhl noch für die Kunden wird sich durch die XXXLutz-Gruppe erst einmal viel ändern, schon gar nicht zum Schlechteren, versprechen die neuen Chefs. Sogar der Schriftzug an den Häusern bleibe unverändert, teilte Volker Michels, Leiter der XXXL-Unternehmenskommunikation, der WAZ am Abend mit. „Buhl bleibt Buhl“, versprachen Geschäftsführer Alois Kobler und Inhaber Michael Seifert laut Hausleiter Hilmar Zentgraf auch der Wolfsburger Belegschaft.

Keine Veränderung in der Struktur

Keine Veränderung in der Struktur: Alle Buhl-Mitarbeiter sollen bleiben können und auch ein Verkauf von Immobilien sei nicht geplant, so die Presseabteilung von XXXLutz.

Quelle: Boris Baschin

Am Freitagnachmittag besuchte Michels gemeinsam mit seinem Kollegen Julian Viering das Haus im Heinenkamp. „Viel Potenzial“ sehen die beiden beim neuen Familienmitglied in Wolfsburg. Empfangen wurden die beiden von Zentgraf. Der war am Donnerstagabend, als schon eine Pressemitteilung an die Medien ging, noch in Fulda, wo er selbst Einzelheiten über den Verkauf erfahren hatte. Eigentlich habe man die Öffentlichkeit erst nach den Betriebsversammlungen informieren wollen, bedauerte Zentgraf die ungeplante Unruhe in der Belegschaft. Dann aber habe die Gerüchteküche zu stark gebrodelt. „Die Dynamik konnten wir nicht mehr einfangen. Aber die aufkommenden Ängste konnten wir, hoffe ich, ausräumen.“

Gerüchte über einen Verkauf des Hauses gab es aufgrund der schweren Erkrankung von Hans-Dieter Buhl schon seit dem Sommer. Der 64-Jährige hatte die Geschäftsführung schließlich abgeben müssen, seine Ehefrau Gisela übernahm die Vertretung – und verhandelte im Geheimen mit möglichen Käufern über die Bedingungen. „Wir sind sehr froh, dass wir den Zuschlag bekommen haben“, sagt Volker Michels. „Die Kultur und die Ausstattung von Buhl passen wunderbar zu uns.“ Seit 1973 expandiert die XXXLutz-Unternehmensgruppe aus Österreich, trotzdem ist sie, wie Buhl, im Kern ein Familienunternehmen – gegründet am 31. Oktober 1945 von Gertrude Seifert, geborene Lutz. Markenzeichen ist ein riesiger roter Stuhl. Ob und wann der auch auf dem Buhl-Parkplatz in Wolfsburg stehen könnte, steht noch nicht fest.

Jetzt kann es Weihnachten werden

Jetzt kann es Weihnachten werden: Die Übernahme durch XXXLutz bedeutet für Mitarbeiter und Kunden von Buhl auch ein Stück Sicherheit. Wegen der Krankheit des Firmenchefs gab es seit dem Sommer Gerüchte und bei einigen auch Zukunftsangst.

Quelle: Boris Baschin

Von Andrea Müller-Kudelka

Der Text wurde aktualisiert.

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