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Vergewaltigung: Täter wandert in den Knast

Wolfsburg Vergewaltigung: Täter wandert in den Knast

Wolfsburg. Urteil im Prozess um die Vergewaltigung eines 16-Jährigen im Wolfsburger Rathaus: Der 36-jährige Angeklagte muss für zwei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der algerische Asylbewerber den Jugendlichen mit Gewalt zum Oralsex auf einer Toilette gezwungen hatte.

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Urteil: Am Donnerstag endete der Prozess um die Vergewaltigung eines 16-Jährigen im Rathaus Wolfsburg.

Quelle: Jörn Graue

Der Angeklagte hatte den Geschlechtsverkehr zu Prozessbeginn eingeräumt (WAZ berichtete). Allerdings bestritt er, Gewalt gegen den Teenager angewendet zu haben und behauptete sogar, von diesem zum Sex animiert worden zu sein.

„Die Tat war besonders perfide, da der Angeklagte die Bereitschaft des Opfers, ihm bei einem Behördengang zu helfen, ausnutzte“, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Die Aussage des mutmaßlichen Täters, er hätte sich aus Angst vor späteren Problemen nicht gegen den heute 17-Jährigen gewehrt, sei absurd. Sie forderte drei Jahre Haft für den 36-Jährigen.

Der Verteidiger plädierte dagegen auf Freispruch: „Das Opfer hat vor dem Sex nicht Nein gesagt, so dass mein Mandant annahm, dieser geschehe einvernehmlich.“ Zuvor hatte der Rechtsanwalt ein Gutachten beantragt, dass bei dem 17-Jährigen eine Persönlichkeitsstörung belegen sollte. Das ließ das Gericht nicht zu: „Der Antrag ist absurd und geht ins Blaue“, entschied der vorsitzende Richter.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte den damals 16-Jährigen mit Gewalt zum Oralverkehr auf der Rathaus-Toilette gezwungen hatte. „Die Aussagen des Opfers sind absolut glaubhaft“, so der Richter. Mit dem Urteil von zwei Jahren und zehn Monaten Freiheitsstrafe blieb das Gericht nur knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Nebenklage, die das Opfer vertrat, hatte vier Jahre Gefängnis gefordert.

joe

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