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Veganes Weihnachten: Es geht auch ohne Fleisch

Wolfsburger Restaurant Lido kocht für die WAZ Veganes Weihnachten: Es geht auch ohne Fleisch

Nussbraten statt Gans: Dass es nicht immer Fleisch sein muss, beweisen die Lido-Koch Maik Langnau und Gastronomieleiter Denis Dahmcke. Für die WAZ haben sie ein veganes Weihnachtsmenü zusammengestellt. Heute wird die Vorspeise, eine schmackhafte Orangen-Möhrensuppe, vorgestellt.

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So verlockend sieht ein veganes Weihnachtsmenü aus! Koch Maik Langnau (li.) und Gastronomieleiter Denis Dahmcke haben es für die WAZ gekocht – als Vorspeise gibt es Karotten-Orangen-Suppe mit Ingwer und karamellisierten Walnüssen.
 

Quelle: Britta Schulze

Stadtmitte.  Gründe, auf Fleisch zu verzichten, gibt es viele. Ethische Überlegungen, Sorge um die Umwelt oder Gesundheitsbewusstsein – immer mehr Menschen leben vegetarisch oder vegan und leben damit einen Trend, der längst nichts mehr mit dem Klischee vom ungekämmten Birkenstockträger zu tun hat. Doch lässt sich an Weihnachten eine passende Alternative zum Gänsebraten finden? Der Koch Maik Langnau aus dem Lido im Kulturzentrum Hallenbad hat eigens für die WAZ ein veganes Menü kreiert, das bis Weihnachten in drei Teilen erscheinen wird. Heute geht es los mit der Vorspeise.

Langnau selbst ist Fleischesser. „Aber es muss nicht immer Fleisch sein“, findet der gelernte Koch. Er selbst liebe zum Beispiel die asiatische Küche, die ja von Haus aus oft auf Milchprodukte und auch Fleisch verzichte. „Die Karotten-Orangen-Suppe, die es hier als Vorspeise gibt, ist einer meiner Lieblinge. Normalerweise nehme ich dafür mehr Ingwer und weniger Orange – aber so ist sie weihnachtlicher.“

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Wer noch keine Idee für eine leckere Weihnachtsvorspeise hat – die Orangen-Möhrensuppe, die Lido-Koch Maik Langnau für die WAZ kocht, sieht nicht nur lecker aus, sondern schmeckt klasse. Die Zubereitung ist gar nicht schwer.

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Unter den Hallenbad-Mitarbeitern seien ungefähr 50 Prozent selbst Vegetarier, so Langnau, der seit August 2017 mit dabei ist. Und er selbst hat schon mal ein halb-veganes Weihnachten gefeiert: „Mein bester Freund und dessen Freundin lebten vegan und wir haben zusammen gefeiert. Daher kenne ich auch den Chia-Pudding, den ich hier als Nachtisch ausgewählt habe“, verrät er. Bei seiner eigenen Familie wäre das undenkbar: „Zu Hause gibt’s an Weihnachten eine schöne junge Pute“, lacht Langnau. „Die würden mir einen Vogel zeigen, wenn ich mit veganem Weihnachten ankäme!“ – im wahrsten Sinne des Wortes.

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Anders sieht es bei Langnaus Chef aus: Denis Dahmcke leitet seit sieben Jahren die Gastronomie des Lido und war früher schon einmal 14 Jahre lang Vegetarier. Nun fängt er damit erneut an – ein erster Gichtanfall vor wenigen Wochen ist schuld. Ganz abgesehen von den gesundheitlichen Vorteilen sieht Dahmcke auch den zeitgeistigen Aspekt der tierfreien Ernährung: „Für veganes Essen gibt es auch in Wolfsburg Klientel – es ist ja auch ein bisschen hip.“

Das Rezept zum Nachkochen:

Orangen-Möhrensuppe mit karamellisierten Walnüssen (für 4 Personen)

Zutaten:

  • 50 g Walnüsse
  • 30 ml Wasser
  • 30 g Zucker
  • 1 kg Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stück Ingwer, etwa daumengroß
  • 2 EL Öl
  • 3-4 TL Gemüsebrühe (Instant)
  • 3 mittelgroße Orangen
  • nach Belieben Soja-Sahne
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • Zucker
  • 1-2 EL eingelegte grüne Pfefferkörner

Zubereitung:
30 g Zucker in einem Topf mit 30 ml Wasser erhitzen und auflösen. Die Walnüsse dazugeben und das Wasser verkochen lassen. Regelmäßig umrühren, damit die Nüsse nicht verbrennen. Dann abkühlen lassen.
Die Möhren schälen, waschen und klein schneiden. Zwiebel schälen und würfeln, den Ingwer schälen und klein schneiden.

Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Ingwer und Möhren darin 3-4 Minuten andünsten. Gut 1 l Wasser angießen, Brühe einrühren, aufkochen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 20-25 Minuten garen.
2 Orangen schälen, sodass die weiße Haut vollständig entfernt wird. Die einzelnen Orangenspalten (Filets) zwischen den Trennhäuten herausschneiden, den Saft dabei auffangen. Die dritte Orange auspressen.

Etwa ¼ der Möhren aus der Brühe nehmen. Restliche Möhren in der Brühe pürieren. Orangensaft unterrühren, Suppe abschmecken. Wer es cremiger mag, fügt nach Belieben Soja-Sahne hinzu.
Übrige Möhren, Orangenfilets und Pfefferkörner in die Suppe geben und erhitzen. Mit karamellisierten Walnüssen garnieren und servieren.

Von Frederike Müller

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