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Vandalismus im Wahlkampf: Plakate zerstört, geklaut, getauscht

Wolfsburg Vandalismus im Wahlkampf: Plakate zerstört, geklaut, getauscht

Wolfsburg. Zum Wahlkampf gehört er dazu wie Politpromis und Ansteckbuttons: der Vandalismus. Dabei fällt die Zwischenbilanz der Parteien unterschiedlich aus.Einige ärgern sich über zerstörte oder gestohlene Plakate, andere bleiben verschont.

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Wahlwerbung und Vandalismus: In Fallersleben wurden Aufsteller der SPD demoliert.

Quelle: Burkhard Heuer

Die SPD in Fallersleben und Sülfeld könnte sich die Haare raufen. Mehrere ihrer Holzaufsteller in Fallersleben wurden in der Nacht zu gestern zerstört. „Wir haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet“, sagt Eckhard Krebs, Fraktionssprecher im Ortsrat. Grundlegend halte sich der Vandalismus „gegen SPD-Plakate oder Großflächenplakate sehr in Grenzen“, hat Unterbezirksvorsitzende Immacolata Glosemeyer beobachtet.

„Wir beklagen in der Tat massiven Verlust“, sagt Ratsherr Svante Evenburg von der Piraten-Partei. Zum Beispiel hätten Unbekannte an der Kanalbrücke in Vorsfelde schlicht alle Plakate der Piraten entfernt. „Gefühlt ist es schlimmer als in früheren Wahlkämpfen.“

Die PUG ist bislang fast ungeschoren davongekommen. „Allenfalls werden Kandidatenplakate vereinzelt mit Bärtchen, Brillen etc. versehen“, hat Fraktionschefin Sandra Straube beobachtet. Kandidat Jan Schröder allerdings macht seinem Ärger in einem vielbeachteten Facebook-Video (14.000 Aufrufe!) Luft. Eine Wolfsburger Partei habe seine Wahlplakate entfernt und gegen eigene ersetzt.

„Bei uns sind einige Plakate zerstört worden“, berichtet Bastian Zimmermann, Kreisvorsitzender der Linken. Auch bei den Grünen ist der Schaden überschaubar. Vorsitzender Axel Bosse: „Drei bis vier Plakate sind verschwunden, warum ist unklar.“ Und die Familien-Partei vermisst 15 Plakate, die „im Bereich Detmerode um die Bunte Schule“ aufgehängt waren, so Vorsitzender Bastian Michel.

Die Partei „Die PARTEI“ beklagt „nur minimale Verluste“, sagt Schatzmeister und Kandidat Arndt Kuchenbecker. Die wenigen Plakate, die verschwunden seien, „führen wir auf Fans zurück, die sich rechtzeitig ein Souvenir gesichert haben“.

kn

In eigener Sache: Die WAZ hat für diesen Artikel alle Parteien und Wählergemeinschaften oder deren Vertreter, die Kandidaten in den Wolfsburger Kommunalwahlkampf schicken, per E-Mail angeschrieben. Die obenstehenden haben geantwortet.

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