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VW-Chef Müller sieht Wahlausgang in USA mit Sorge

Volkswagen-Boss von Trump-Sieg überrascht VW-Chef Müller sieht Wahlausgang in USA mit Sorge

VW-Chef Matthias Müller hat mit leiser Sorge auf die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten reagiert. „Ich hoffe, dass sich das Wahlergebnis nicht noch nachteiliger auf den VW-Konzern auswirkt“, sagte Müller.

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Triumph von Trump: Was der Wahlsieg von Donald Trump für Volkswagen in den USA bedeutet, ist noch ungewiss.

Wolfsburg. Er sei vom Ausgang der US-Wahl überrascht. Der Konzern arbeite seit über einem Jahr konstruktiv mit den Behörden in den USA zusammen. „Wir warten gespannt ab, wie die Behörden neu besetzt werden“, sagte Müller am Mittwoch beim „Handelsblatt“-Autogipfel in München.. Auf die Frage, ob er eine Chance sehe, dass die Verhandlungen noch unter dem bisherigen Präsidenten Barack Obama abgeschlossen werden, sagte Müller: „Ich würde es mir wünschen.“ Er bestimme aber nicht den Terminplan der zuständigen Behörden.

Auch andere Autobauer äußerten sich zum kommenden US-Präsidenten. Daimler-Chef Dieter Zetsche gestand ein, „dass nach dem Wahlkampf eine gehörige Portion an Skepsis da ist, ist klar“. BMW-Chef Harald Krüger sagte, noch sei es zu früh zu beurteilen, wie die Außen- und Wirtschaftspolitik der USA aussehen werde.

Zu übertriebener Sorge sieht Ex-VW-Vorstand Carl H. Hahn, der das US-Geschäft einst maßgeblich aufgebaut hatte, vorerst keinen Anlass. „Wir machen uns, noch unter dem Eindruck dieses Wahlkampfes stehend, sicher im Augenblick zu viele Sorgen“, sagte er auf Anfrage der WAZ gestern. „Es gibt in der Politik immer einen Unterschied zwischen Wahlversprechen und Umsetzung. Letzten Endes wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Die Gefahr neuer Handelshemmnisse will Hahn nicht überbewertet wissen: Die USA verdankten ihre hohe Kaufkraft gerade billigen Importen aus Asien. Wenn man Donald Trump „mit den nüchternen Fakten konfrontiert, wird er als intelligenter Unternehmer auch richtige politische Entscheidungen treffen. Und unternehmerische Intelligenz ist ihm kaum abzusprechen, sonst wäre er als Geschäftsmann wohl kaum so erfolgreich geworden.“ Und zur Zukunft von VW in den USA, insbesondere nach der Abgas-Affäre meint Hahn: „Ich bin kein Prophet, aber ich kann sagen, dass wir bei all diesen Diskussionen unsere über 1000 hervorragenden VW-Händler in den USA vergessen, die dort seit Generationen unsere Botschafter sind und uns auch unter den neuen politischen Verhältnissen nach Kräften unterstützen werden.“ Die Frage, ob er persönlich Trump oder Hillary Clinton gewählt hätte, beantwortete Carl H. Hahn diplomatisch: „Das fällt unter das Wahlgeheimnis!“

Höhere Strafen für Volkswagen in der Abgas-Affäre seien jetzt nicht zu erwarten, meint Autoexperte Helmut Becker. „Dieselgate sollte für VW soweit abgehandelt sein, dass rückwirkend keine höheren Strafen drohen können“, sagt Becker, der das Münchner Institut für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation leitet. Aber: „Probleme könnten auf Audi zukommen.“ Die VW-Tochter hat den US-Behörden bislang noch keine akzeptablen Pläne zur Beseitigung der verbotenen Abgas-Technik bei 85.000 Diesel-Fahrzeugen vorgelegt. Die US-Wirtschaftspolitik unter Trump wird laut Becker auf eine Stärkung der nationalen Industrie ausgerichtet sein. „VW hat das Glück, mit seinem Werk in Chattanooga bereits Teil der US-Automobilindustrie zu sein. Das bietet künftig mehr Chancen, da der US-Markt im Trend von Trump mit mehr Wachstum profitiert“, sagt Becker.

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