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VW-Bad: Paul darf nicht helfen - Stadt nennt Sicherheitsgründe

Wolfsburg VW-Bad: Paul darf nicht helfen - Stadt nennt Sicherheitsgründe

Er gehört zum VW-Bad wie der Sprungturm, doch jetzt soll alles ein Ende haben: „Kuchen“-Paul Tölg (82) pflegte und hegte mehr als 50 Jahre lang das VW-Bad - ehrenamtlich. Doch laut Stadt darf Kuchen-Paul ab dieser Saison nicht mehr im Bad im Einsatz sein - aus Sicherheitsgründen, wie es heißt.

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Kuchen-Paul, wie man ihn kennt: Seit Jahren kümmerte er sich um die Pflege des Bades, genoss aber ebenso gern die Sonne - „Mir hat die Arbeit immer Spaß gemacht.“

Quelle: Manfred Hensel

Aus eigenem Antrieb kümmerte sich Paul Tölg um die Pflege des Wolfsburger Freibades im Hasselbachtal: Er legte Rosenbeete an, entfernte Moos zwischen den Platten und auf den Dächern, er ölte die Scharniere von Toren und Türen oder wischte die Bänke trocken und versorgte Frühschwimmer mit Kaffee und Kuchen. „Im letzten Jahr habe ich sogar die Rutsche und den Sprungturm gestrichen“, erzählt der 82-Jährige. Sportausschuss-Mitglied Ingolf Viereck (SPD) bestätigt: „Kuchen-Paul ist fit wie ein Turnschuh und er gehört zum VW-Bad wie Wölfi zum VfL.“

Timo Kaupert, Geschäftsbereichsleiter Sport, erklärt, warum die Stadt dem Ganzen jetzt ein Ende setzen muss: „Es geht nicht darum, dass wir ihn nicht haben wollten - im Gegenteil, er darf das Bad wie gewohnt gratis besuchen. Aber nur zu den Öffnungszeiten“, betont Kaupert. Viele Arbeiten, die der 82-Jährige ohne Auftrag und Aufsicht in Angriff nahm, seien eben einfach zu gefährlich.

Paul Tölg kann das nicht verstehen: „Mir hat die Arbeit immer Spaß gemacht - soll ich jetzt nur noch spazieren gehen?“ Die Rosen dürfe er weiterhin pflegen, sagt Kaupert. Sportausschuss-Chef Thorsten Werner (CDU) betont, dass das VW-Bad ohne Kuchen-Paul kaum vorstellbar ist, und ihn aber um Einsicht: „Wenn es um Versicherungsschutz geht, ist die Verwaltung gebunden.“

amü

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