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Urteil: Messerstecher muss in die Psychiatrie

Landgericht Urteil: Messerstecher muss in die Psychiatrie

Man hat das Urteil kommen sehen, gestern wurde es gefällt. Der 51 Jahre alte Wolfsburger, der im Juni seine Lebensgefährtin (52) mit einem Küchenmesser schwer verletzt hatte, muss in die Psychiatrie. Damit folgte das Landgericht Braunschweig gestern grundlegend den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung.

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Urteil gegen den Messerstecher aus der Schillerstraße: Der 51-jährige Angeklagte (links Verteidiger Karsten Krause) muss in die Psychiatrie.

Quelle: Ulrich Franke

Wolfsburg. Für Passanten waren es schreckliche Bilder am frühen Abend des 9. Juni. Blutüberströmt flüchtete die Frau aus dem Mehrfamilienhaus an der Schillerstraße. Ein Ehepaar und eine Krankenschwester, die zufällig vorbeikam, versorgten die Schnittwunden der 52 Jahre alten Frau und blieben bei ihr, bis der Rettungswagen eintraf. Die Polizei nahm den Mann noch in der Wohnung fest.

In den vorangegangenen Verhandlungstagen war klar geworden, worum der blutige Streit ging - ein nichtiger Anlass. Die Frau wollte fernsehen, der Mann an seinem Geburtstag noch ausgehen und feiern. Der Disput endete mit den Messerstichen. Die Staatsanwaltschaft sah bei dem 52-Jährigen zum Tatzeitpunkt eine Schuldunfähigkeit wegen einer schizophrenen Psychose. Sie und auch Verteidiger Karsten Kruse forderten die Unterbringung in einer Psychiatrie. Dem folgte das Landgericht gestern. Dabei bewertete sie die Tat aber nicht, wie die Staatsanwaltschaft, als versuchten Totschlag, sondern wie der Verteidiger als gefährliche Körperverletzung.

kn

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