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Stadt Wolfsburg Urologen-Prozess: VW-Chefdesigner sagte aus
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Urologen-Prozess: VW-Chefdesigner sagte aus
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00:00 22.08.2017
Weiterer Prozesstag in Braunschweig: Auf der Anklagebank des Landgerichts sitzt ein Wolfsburger Urologe (M.). Im Zeugenstand schilderte VW-Chefdesigner Klaus Bischoff seine Eindrücke. Quelle: Kevin Nobs
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Wolfsburg/Braunschweig

Prominenter Zeuge vor dem Braunschweiger Landgericht. Im Prozess gegen zwei Wolfsburger Mediziner wegen des Todes eines VW-Managers (53) auf dem OP-Tisch eines Urologen sagte am Montag VW-Chefdesigner Klaus Bischoff aus. Die Schilderungen um den Tod seines Mitarbeiters und Freundes trug er ruhig vor. Umso dramatischer wirkte es.

Es war der 8. Oktober 2008, Klaus Bischoff saß in einer Vorstandssitzung, an der auch der damalige Volkswagen-Chef Martin Winterkorn teilnahm. Die Sekretärin (51) des Chefdesigners betrat den Besprechungsraum. „Sie sah sehr bestürzt aus“, erinnerte sich der 56-Jährige vor dem Landgericht. Sie hatte soeben erfahren, dass der 53-jährige Manager, ein Mitarbeiter und enger Freund Bischoffs, auf dem OP-Tisch wiederbelebt werden musste.

Niemand hatte das Schlimmste erwartet

Gemeinsam mit einem weiteren Kollegen eilten der Chefdesigner und seine Sekretärin zur Urologie-Praxis in der Innenstadt. Der Topmanager versicherte, bis zuletzt nicht mit dem Tod seines Freundes gerechnet zu haben. Doch in der Praxis berichtete der nun angeklagte Urologe von der Tragödie. Bischoff: „Ein langjähriger Weggefährte und Freund ist gestorben.“

Auch Winterkorn reagierte betroffen

Er selbst habe dann die Verlobte, die in der Verhandlung als Nebenklägerin auftritt, anrufen müssen. Sie wusste zu diesem Zeitpunkt von Komplikationen bei der Operation, ahnte aber nichts vom tragischen Ausgang. Klaus Bischoff: „Das werde ich mein ganzes Leben nicht vergessen, so etwas jemandem mitteilen zu müssen. Das hat mich lange sehr beschäftigt.“ Später am selben Tag klingelte auch Bischoffs Telefon. „Herr Winterkorn hatte mich sehr betroffen angerufen.“

Wegen des Todes angeklagt sind der Urologe (64) und ein Anästhesist (54). Das 53-jährige Todesopfer hatte eigentlich Blasenprobleme. Der Urologe soll ihm aber auch Nierensteine angedichtet haben. Während der Operationen kam es zu Komplikationen, die möglicherweise auf die Betäubung zurückzuführen sind. Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg. Am Dienstag, 22. August, um 10 Uhr wird der Prozess mit weiteren Zeugen fortgeführt, ein Urteil wird im Oktober erwartet (WAZ berichtete).

Von Kevin Nobs

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