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Ur-Wolfsburger kennen Trinkhalle noch aus Kindheitstagen

Kult-Kiosk Ur-Wolfsburger kennen Trinkhalle noch aus Kindheitstagen

Die Trinkhalle am Amtsgericht darf nicht sterben. Das wünschen sich nicht nur Pächter Giovanni Moschetto und viele VfL-Fans, sondern auch Ur-Wolfsburger wie Gerhard Klingenberg, die mit dem Kiosk am Rothenfelder Markt groß geworden sind.

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Viele Erinnerungen: Gerhard Klingenberg (vorne re.) kennt die Trinkhalle von Giovanni Moschetto (vorne li.) noch aus seinen Kindheitstagen.

Quelle: Sylvia Telge

Hesslingen. „Vielleicht ist noch ein Einlenken und damit eine Pachtverlängerung möglich“, hofft der 79-jährige Klingenberg auf ein Fortbestehen der Trinkhalle. Eine gute Idee, findet auch Pächter Moschetto. „Ein Vertrag über weitere fünf Jahre wäre schön“, sagt der 80-Jährige. Der kleine, grün-weiß gepinselte Kiosk, der mit VfL-Fahnen geschmückt ist, sei sein Lebensinhalt. Umso mehr, nachdem seine Frau und sein Sohn innerhalb kurzer Zeit gestorben sind. Zum Jahresende kam die Kündigung für die Trinkhalle.

Gerhard Klingenberg kennt den Kiosk noch aus Kindertagen. Mit sieben Jahren flüchtete er nach dem Krieg mit der Familie von Marienborn nach Wolfsburg.Die erste Unterkunft war das Lager an der Reislinger Straße. Wenn er von dort zur Schule in Hesslingen oder zum Bahnhof ging, kam er an dem Kiosk vorbei. „Dort habe ich für meinen Vater Zigaretten gekauft – keine Packung, nur einzelne“, erinnert sich der ehemalige Chef von Radio Beckmann. Manchmal fielen für ihn kleine Naschereien ab.

Auch später begleitete ihn die traditionsreiche Trinkhalle. Seine Schwester wohnt ganz in der Nähe. Als Gerhard Klingenberg dann hörte, dass die kleine Bude verschwinden soll, sei er „entsetzt“ gewesen. „Es tut mir furchtbar leid, vielleicht ist es ja doch noch möglich, die Trinkhalle zu retten“, so Klingenberg.

Das hoffen auch die VfL-Fans, die sich vor den Spielen oft und gern am Kiosk treffen. „Wir kämpfen weiter“, sagt Sven Pieper vom Fanclub Ahmstorfer Pirates.

Von Sylvia Telge

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