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Stadt Wolfsburg Unterstützung für Paten-Projekt: Wer Familien hilft, hilft den Kindern
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Unterstützung für Paten-Projekt: Wer Familien hilft, hilft den Kindern
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00:18 04.08.2017
Unterstützung für das Projekt „Familienpaten“: Die Bürgergemeinschaft Wendschott übergab Flohmarkt-Spenden. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

Auf drei Haupt-Säulen ruht momentan die Arbeit des Vereins „Kinder und Jugendschutz Wolfsburg“ – es sind die Projekte Kindernotinsel, Kleine Angehörige (in Kooperation mit der Stadt Wolfsburg) und Familienpaten. Letzteres bekommen jetzt Unterstützung von der Bürgergemeinschaft Wendschott (BGW).

Jessica Poppinga und Imke Ciaston überbrachten Vereins-Chef Jürgen Ebbecke und seiner Frau Sonja Einnahmen eines Flohmarkts: 275,45 Euro. „Wir wollten auf jeden Fall, dass die Spende Kindern in Wolfsburg zugute kommt und haben im Internet recherchiert“, sagt Imke Ciaston. Das Projekt Familienpaten „finden wir toll und könnten uns eine langfristige Unterstützung vorstellen“. Das würde gut passen, denn langfristig ist auch das Projekt selbst angelegt: Der Verein bildet Paten aus, die Familien mit unterschiedlichen Problemen „auf Augenhöhe beraten“, erklären die Ebbeckes.

„Nur wenn es einer Familie insgesamt gut geht, geht es auch den Kindern gut“, sagt Sonja Ebbecke. Statt Druck auszuüben sei es wichtig, Verständnis zu zeigen. Und viel Geduld, sagt Jürgen Ebbecke. Manchmal ziehe sich eine Begleitung über bis zu fünf Jahre, in anderen Fällen geht es nur darum, in akuten Notsituationen – zum Beispiel beim Krankenhausaufenthalt eines Elternteils – spontan auszuhelfen. Zurzeit sind fünf Familien im Programm. Jeder Fall sei Pionierarbeit, bemerkt Jürgen Ebbecke: „Auch nach zehn Jahren fehlt uns die Fantasie, um vorauszusehen, was alles passieren kann.“ Glücklicherweise gebe es im Verein Ärzte, Rechtsanwälte und Fachleute aus der Erziehungsberatung. „Da kann man die Last schnell verteilen.“ Die Paten seien in erster Linie Partner der Familien, nicht etwa Sozialpädagogen.

Der Kinder- und Jugendschutz Wolfsburg kooperiert mit dem Kinderhilfswerk und will sich in Kürze dem Paritätischen Wohlfahrtsverband anschließen. Weitere Informationen über die Projekte und für neue Paten gibt es im Internet (www.kjs-wolfsburg.de) oder per Emailanfrage an kjs-wolfsburg@t-online.de.

Die Ziele bleiben, der Name ist neu

Die ehemalige Ortsgruppe des Deutschen Kinderschutzbunds geht jetzt eigene Wege: In „Kinder- und Jugendschutz Wolfsburg e.V.“ hat sich der Verein umbenannt. „Sonst ändert sich nichts“, versichert Vorsitzender Jürgen Ebbecke, selbst seit 23 Jahren im Amt.

Man habe sich ohne Groll vom Dachverband getrennt, so Ebbecke: „Es gibt keinen Rosenkrieg.“ Eine grundlegende Meinungsverschiedenheit gab es allerdings schon: Die Wolfsburger wollen das Projekt „Notinsel“ in Kooperation mit den überregional tätigen Partnern über die Grenzen von Stadt Wolfsburg und Kreis Helmstedt hinaus ausweiten. „Die Idee kam auf, als sich die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg mit Peine zusammengetan hatte“, erläutert Ebbecke. Es gäbe noch weitere Firmen, die in der gesamten Region tätig seien und in weiteren Filialen in Gifhorn oder Salzgitter Notinseln anbieten wollen. „Es wäre doch schade, das nicht zu ermöglichen“, findet Jürgen Ebbecke. Die anderen Ortsgruppen im Bund hätten sich dagegen ausgesprochen.

Das 60-jährige Bestehen des Wolfsburger Vereins wurde so im Februar nur vereinsintern gefeiert. „Die Trennung zeichnete sich ab und wir wollten erst in ruhigeres Fahrwasser“, so Ebbecke. Aus den Gründerjahren gebe es auch kaum Unterlagen. Der Kinderschutzbund Wolfsburg habe sich in den 1990er Jahren wegen eines Generationenwechsels kurz vor der Auflösung befunden, erinnert der Vorsitzende, der wenig später übernahm. Seine Frau Sonja ist Schatzmeisterin, Nadine James übernahm jetzt das Amt der zweiten Vorsitzenden. Die Zahl der Mitglieder liege konstant bei etwa 40.

Von Andrea Müller-Kudelka

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