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Unfall ausgedacht, Polizei angerufen

Wolfsburg Unfall ausgedacht, Polizei angerufen

Das ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten: Ein unbekannter Mann hat am Montagabend den Notruf gewählt, sich am Telefon selbst als Polizist ausgegeben und einen schweren Unfall mit mehreren Verletzten gemeldet. Polizei, Feuerwehr und Notarzt rückten mit mehreren Fahrzeugen aus – den Unfall gab es allerdings nicht. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Missbrauchs des Notrufs.

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Notruf bei der Polizei: Missbrauch kann teuer werden.

Quelle: Photowerk (Archiv)

Gegen 21.40 Uhr wählte der Anrufer die Nummer 110, landete bei der Polizeileitstelle und gab sich gegenüber dem Beamten selbst als Polizist aus. Der Unbekannte schilderte dann detailliert einen angeblichen Unfall auf der Landstraße zwischen Warmenau und Brackstedt. Zwei Personen seien dabei schwer und eine leicht verletzt worden. Eine Person sei außerdem in seinem Auto eingeklemmt, behauptete der Anrufer.

Der Anruf setzte einen Großeinsatz in Gang: Unter Blaulicht fuhren sechs Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr, darunter Rettungswagen und Notarzt, und Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Wehren aus Warmenau und Brackstedt gemeinsam mit der Polizei zu der beschriebenen Stelle. Doch den Unglücksort suchten sie vergebens – einen Unfall hatte es dort nie gegeben.

Die Polizei leitete daraufhin ein Strafverfahren ein, um den Anrufer, den neben den strafrechtlichen Folgen zusätzlich zivilrechtliche Ansprüche erwarten, zu ermitteln. Allzu schwer dürfte das nicht werden, Polizeisprecher Sven-Marco Claus: „Wir haben die Handynummer des Anrufers.“

Jetzt muss allerdings noch geklärt werden, ob der Inhaber der Telefonnummer auch der Anrufer ist.

seb

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