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Umfrage: So bewerten Patienten das Klinikum

Wolfsburg Umfrage: So bewerten Patienten das Klinikum

Wie denken die Patienten über das Klinikum Wolfsburg? Die Stadt führte 2014 im Klinikum erneut eine große Patienbefragung durch. Ausgewertet wurden 5721 Fragebögen, es gab bei allen Punkten Enthaltungen. Hier wichtige Ergebnisse im Überblick:

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Wolfsburger Klinikum: Patienten benoteten Ärzte und Pflegepersonal.

Quelle: Vogelsang (Archiv)

Bewertung der Ärzte (in Klammern die Vergleichszahlen für 2013):
Die Note 1 vergaben 56,4 Prozent (59,4), die Note 2 verteilten 24,5 Prozent (23,5), die Note 3 gab es von 7,2 Prozent (7,1), die Note 4 von 2,4 Prozent (2,4), die Note 5 von 2,6 Prozent (2,0).
Tendenz: Leichter Rückgang bei der Spitzenbewertung.

Bewertung des Pflegepersonals
Die Note 1 vergaben 65,7 Prozent (67,8), die Note 2 verteilten 23,1 Prozent (22,7), die Note 3 gab es von 4,8 Prozent (4,5), die Note 4 von 1,9 Prozent (1,9), die Note 5 von 2,4 Prozent (1,6).
Tendenz: Deutlich bessere Spitzenwerte als bei den Ärzten.

Bewertung der Schmerztherapie
Die Note 1 vergaben 35,1 Prozent (37,0), die Note 2 verteilten 18,7 Prozent (17,9), die Note 3 gab es von 4,2 Prozent (4,2), die Note 4 von 1,4 Prozent (1,5), die Note 5 von 1,5 Prozent (1,3).

Bewertung des Eindrucksauf der Station/Abteilung
Die Note 1 vergaben 82,8 Prozent (31,8), die Note 2 verteilten 13,0 Prozent (53,0).
Tendenz: Klare Verbesserung gegenüber 2013.

Bewertung der Verpflegung
Die Note 1 vergaben 34,1 Prozent (33,4), die Note 2 verteilten 35,0 Prozent (35,0), die Note 3 gab es von 15,6 Prozent (16,6), die Note 4 von 5,1 Prozent (5,9), die Note 5 von 2,7 Prozent (3,1).
Tendenz: Vergleichsweise schlecht bei den Spitzennoten.

Beschwerden
2014 wurden im Klinikum 65.435 Patienten stationär oder ambulant behandelt (2013: 63.478). 2014 gab es dabei 154 Beschwerden. 2013 waren es 140, 2012 nur 106. Die meisten Beschwerden betrafen 2014 die Zentrale Notaufnahme (45), gefolgt von Unfallchirurgie (25, nur drei Beschwerden 2013), Verwaltung inklusive Restaurant (23, nur 11 Beschwerden 2013) sowie die Medizinischen Abteilungen 1 (17) und 2 (13). Bei den Beschwerdeführern lagen die Angehörigen mit 105 an der Spitze.

Notaufnahme: Hier gibt es immer wieder Kritik von Patienten.

Notaufnahme im Blickpunkt

Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Klinikums sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für negative Schlagzeilen. Patienten kritisierten vor allem überlange Wartezeiten und organisatorische Probleme. Die Stadt legte jetzt Zahlen und Trends zur Lage im Jahr 2014 vor. Hier ein Überblick:

Zahl der Fälle: Die Zahlen zeigen deutlich, dass die Zahl der behandelten Fälle in der Notaufnahme ständig steigt. So waren es im Jahr 2014 genau 35.251 Patienten. Im Jahr 2013 waren es 34.945 Patienten, im Jahr 2012 lag die Zahl bei 34.652, davor bei 32.800 (2011) und bei 30.247 (2010).

Aufenthaltszeiten: Die Warte- und Aufenthaltszeiten in der Notaufnahme sorgten immer wieder für scharfe Kritik von Patienten und Angehörigen. Wie lange hielten sich Patienten 2014 wirklich in der Notaufnahme auf? Eine Frage, die die Stadt nicht konkret beantwortet.
Immerhin nennt die Statistik nach Monaten aufgesplittete Zahlen, aus denen sich Trends erkennen lassen. Demnach dürfte die Aufenthaltsdauer in der Notaufnahme 2014 durchschnittlich bei rund zwei Stunden gelegen haben, das war länger als in den Jahren 2013 und 2012. Allerdings verkürzte sich die Zeit leicht bei den Fällen, die möglichst schnell behandelt werden mussten.

Alter der Patienten in der Notaufnahme: Auch hier nennt die Statistik der Stadt keine konkreten Zahlen, sondern arbeitet mit einem Säulen-Diagramm. Die größte Gruppe waren die 71- bis 80-Jährigen (knapp 6000, meist stationär aufgenommen), gefolgt von den 21- bis 30-Jährigen (knapp 5000, Tendenz steigend, meist ambulant versorgt). Stark vertreten waren auch die 81-bis 90-Jährigen (etwa 4200). Bei den Kindern bis zehn Jahre lag die Zahl bei ungefähr 1900.

ZNA bleibt Sorgenkind

Mit aktuellen Zahlen zur Lage im Krankenhaus beschäftigte sich gestern der Klinikumsausschuss (siehe auch Texte oben). Dabei wurde klar: Die Situation in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) des Klinikums wird sich wohl nicht entspannen: Es gibt immer mehr Patienten, aber kein Budget für mehr Personal – und auch kaum Ärzte, die den stressigen Dienst in der Notaufnahme antreten wollen.

ZNA-Leiterin Bernadett Erdmann erklärte: Bei den Wartezeiten sei das Team „noch nicht ganz da, wo wir hin wollen“. Mehr als fünf Stunden Aufenthalt in der Notaufnahme sei aber die Ausnahme, so Dr. Erdmann. Mehr Sorgen macht ihr, dass es bei Patienten, die nach Erst-Einschätzung durch Pflegepersonal innerhalb von zehn Minuten behandelt werden sollten, manchmal bis zu 15 Minuten dauerte. Außerdem fürchtet sie, dass die Kassenärztliche Vereinigung bald auch den Notdienst der Augen- und Kinderärzte einstellt – und als Folge noch mehr Patienten in die Notaufnahme des Klinikums kommen.

Wenig Hoffnung auf ein höheres Budget macht laut Klinikums-Chef Wilken Köster der Gesetzesentwurf zur Krankenhausreform 2017. Sein klares Urteil: „Das ist ein Schlag ins Gesicht!“

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