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Umfrage-Hoch sorgt auch bei Wolfsburgs SPD für Euphorie

Der Schulz-Effekt Umfrage-Hoch sorgt auch bei Wolfsburgs SPD für Euphorie

So gut stand die SPD lange nicht mehr da: Nachdem die Sozialdemokraten verkündeten, dass Martin Schulz bei der Bundestagswahl als Kanzlerkandidat gegen Angela Merkel antritt, liegt die SPD nach neusten Umfragen der Meinungsforschungsinstitute Forsa und Insa nun schon bei 31 Prozent. Das sorgt auch bei den Wolfsburger Sozialdemokraten für Euphorie.

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Im Aufwind: Nach der neuesten Umfrage liegt Kanzlerkandidat Martin Schulz mit der SPD nun schon bei 31 Prozent.

Quelle: Kay Nietfeld

Wolfsburg. „Wir freuen uns“, sagt Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer. Martin Schulz transportiere das Gefühl „Wir wollen einen Neuanfang“, und den wünschten sich viele Menschen. Aber die Wolfsburger Politikerin warnt davor, dass trotz Aufbruchstimmung die Bundestagswahl am 24. September „kein Selbstläufer“ sei. „Wir können uns nicht auf dem guten Umfragewert ausruhen.“

Das sieht Falko Mohrs ganz genauso. Der Wolfsburger, der für die SPD in den Bundestag ziehen will, freut sich über das aktuelle Umfrage-Hoch. „Martin Schulz spricht die richtigen Themen an.“ Soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit. Die Kandidatur von Schulz stärke nicht nur den Kampfgeist in der Bundespartei, „sondern gibt uns auch im Wahlkreis Rückenwind“. Damit das Umfrage-Hoch kein Strohfeuer werde, sondern nachhaltig bleibe, sei es wichtig, die Alltagssorgen der Menschen ernst zu nehmen.

Für Achim Barchmann ist Schulz der richtige Mann für das Kanzler-Amt. „Er hat in Europa gezeigt, dass er sich durchsetzen kann, das wird er auch in Berlin machen“, ist sich die SPD-Bundestagsabgeordnete sicher, der nicht wieder bei der Wahl antritt.

Auch die CDU beschäftigt sich mit dem Hoch der Sozialdemokraten. „Aber man muss sehen, wie die Umfrage das tatsächliche Meinungsbild der Wähler widerspiegelt“, sagt Landtagsabgeordnete Angelika Jahns vorsichtig. Wie sehr man Umfragen trauen könne, zeige die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten. Aber Jahns sagt auch klar: „Man muss den politischen Gegner immer ernst nehmen.“ Trotz aller Euphorie um Martin Schulz - Jahns sieht bei ihm noch „keine klare politische Richtung“.

Dass die SPD einen Kanzlerkandidaten ins Rennen schickt, der zurzeit kein politisches Amt in Berlin hat, hält Günter Lach für einen guten Schachzug. So könne der freier agieren. Schulz habe dadurch einige „Vorschusslorbeeren bekommen“, so der Wolfsburger CDU-Bundestagsabgeordnete, der am 24. September wieder bei der Wahl antritt. Er hoffe, dass die Geschlossenheit der CDU mit der Schwesterpartei CSU die richtige Antwort darauf sei.

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