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Überraschende Wende: Angeklagter bricht Schweigen

Totschlag-Prozess Überraschende Wende: Angeklagter bricht Schweigen

Überraschende Wende im Westhagener Totschlagsprozess. Nach vielen Wochen brach der Angeklagte (26) gestern sein Schweigen, gab vor dem Landgericht eine ausführliche Stellungnahme ab. Tenor seiner Ausführungen: Mit dem Tod seiner Freundin (24) will er nichts zu tun gehabt haben.

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Totschlagsprozess am Landgericht Braunschweig: Der Angeklagte, hier mit seinem Anwalt Werner Siebers (l.), brach gestern überraschend sein Schweigen.

Quelle: Ulrich Franke / Kevin Nobs

Wolfsburg. Laut Anklage soll der 26-Jährige seine Freundin am 4. Juni in der gemeinsamen Wohnung in der Rostocker Straße nach einem Streit durch einen Messerstich ins Herz getötet haben. Wochenlang schwieg der Angeklagte, der zuvor beim Haftrichter widersprüchliche Angaben gemacht hatte, gestern gab er eine lange Erklärung ab. Kernaussage: Den Streit habe es gegeben - danach aber habe er die gemeinsame Wohnung verlassen. Bei seiner Rückkehr am Folgetag habe er das Opfer dann tot vorgefunden. Konkret sprach es der Angeklagte zwar nicht aus, seine Einlassung ließ aber nur den Schluss zu: Für die Bluttat sei er nicht verantwortlich.

Der Zeitplan des Landgerichts ist damit hinfällig. Eigentlich sollte gestern der Verteidiger des Angeklagten, Werner Siebers, sein Plädoyer halten. Dazu dürfte es auch bei der morgigen Fortsetzung nicht kommen - die Kammer wird viele Fragen an den Angeklagten haben. Auch das Plädoyer der Staatsanwältin, die zehn Jahre Haft gefordert hatte, dürfte nach der überraschenden Wendung zunächst hinfällig sein. Der Prozess wird sich mit Sicherheit über weitere Termine strecken.

fra

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